Migros-Bau kostet Bauern 15,5 Hektaren Fruchtfolgefläche

khe |

Die Migros Verteilbetrieb AG plant in den solothurnischen Gemeinden Egerkingen und Neuendorf einen Erweiterungsbau auf einer Fläche von rund 18.5 Hektaren. Dafür soll Landwirtschaftszone umgezont werden. 

Die Migros Verteilbetrieb AG in Neuendorf plant einen etappierten Erweiterungsbau auf einer Fläche von rund 18.5 Hektaren auf den Gemeindegebieten von Egerkingen SO und Neuendorf SO.

Bauern informieren

Durch die Umzonung des bisher in der Landwirtschaftszone liegenden Landes gehen rund 15.5 Hektaren Fruchtfolgeflächen verloren. An einem Informationsanlass haben die betroffenen Landwirte aufgezeigt, was durch eine Einzonung des betroffenen Geländes in die Industriezone verloren geht.

Die Landbewirtschafter haben dabei aufzeigen können, dass die Vielzahl der Projekte im Gäu zu einem immensen Verlust an bestens zur Produktion von Nahrungsmitteln geeigneten Flächen führe, schreibt der Solothurner Bauernverband in einer Mitteilung.

Die betroffenen Bauern würden auf der diskutierten Fläche Nahrungsmittel für rund 500 Schweizer Einwohnerinnen produzieren. Diese würden bei einer Realisierung des Projekts importiert werden müssen. In der Gesamtheit der momentan diskutierten Projekte im Gäu entstehe gar ein Landverlust von gegen 200 Hektaren. Dieser Führe zu einer Minderproduktion von Grundnahrungsmittel für mehrere tausend Einwohner.

Bedrohung der Existenz

Die besorgten Bewirtschafter sehen sich durch die Vielzahl der Bau- und Infrastrukturprojekte im Gäu in ihrer Existenz bedroht. Einige Landwirte befürchten den Verlust von gegen 50% der bisher bewirtschafteten Fläche auf ihren Betrieben.

Es war den betroffenen Bauern ein Anliegen, die Verantwortlichen über die Auswirkungen eines solchen Baus zu informieren. Die  Einwohnergemeinderäte der Gemeinden Neuendorf und Egerkingen hörten sich diese anlässlich des Informationsabends an. Die Migros-Verantwortlichen und die Vertreter der involvierten kantonalen Ämter und Planungsbüros jedoch hätten diesem nicht beigewohnt, so der Solothurner Bauernverband. 

Kommentare (8)

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  • Baselbieter | 13.10.2022
    Es gibt genügend Industriebrachen, diese sollen vorab umgenutzt werden müssen!
  • Silvia Richner | 12.10.2022
    Tja so läuft das ,wenn grosse kommen wird schwupp die wupp umgezont. Glaubt ja nicht dass es dabei bleibt. Da kommt noch die Autobahnverbreiterung und andere Firmen wollen bestimmt auch noch vergrößern. Und herrje die Schweiz soll ja noch auf 10 Millionen Menschen wachsen. Keine Sorge die benötigten Lebensmittel können ja importiert werden oder in Laboren erzeugt werden.
  • seppli | 12.10.2022
    und all die Remisen und Lagerhallen weiche die schweizer bauern bauen um ihre übermechanisierung zu verstecken, braucht es das? jeder bauer einen eigenen waschplatz, jeder bauer einen eigenen-zu kleinen - stall. da könnte man auch viel sparen.
    15 ha und nur 550 Meschen ernärt? die Gäuer bauern sind offenbar nicht die fleissigsten. gut macht die migros das nicht bei uns im züribiet.
    • Robert | 12.10.2022
      GENAUSO ist es
    • Andi V. | 12.10.2022
      Die Migros kann bei einer akuten Treibstoff- oder Energiekrise keinen einzigen Menschen ernähren. Die Rohstoffe kommen alle aus der Landwirtschaft.
      Ich gebe Seppli Recht, dass es einen Waschplatz nicht überall braucht: Aber das sind wiederum Vorlagen der Behörden, von wegen Auswaschung vob Spritzstoffen und Ölen, die das verlangen. Nicht jede Remise die heute steht, gehört zur Landwirtschaft: Da gibt es auch solche von Gemeinden, Unterhaltsfirmen, usw.
  • jungbauer | 12.10.2022
    unglaublich was da abgeht
    für was brauchen wir so was
    wir haben jetzt schon zu viele Leute in der Schweiz
    bitte hört auf unsere schöne Schweiz so zu zerstören
    unsere nächste Generation wird es büssen

    DANKE
    • ueli keller | 12.10.2022
      Stimmt, leider !
    • Strahm | 13.10.2022
      Ganz genau, aber wenn ein Landwirt sein Bauernhaus z. B. umnutzen möchte, kriechen aus allen Löchern Beamte hervor, die dies zu verhindern versuchen. Einfach krank unsere Gesellschaft

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