Migros unterstützt Bauern mit zwei Millionen

Die ausgeprägte Trockenheit belastet die Landwirtschaft massiv. Die Migros stellt zwei Millionen Franken zur Verfügung, um bei finanziellen Härtefällen zu helfen. Der Bauernverband ruft weitere Unternehmen auf, Geld zu spenden.

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Der Sommer 2026 wird als heiss und extrem trocken in die Geschichtsbücher eingehen. Vielerorts sind weniger als die Hälfte der Niederschläge gefallen. An einigen Orten sogar nur 30 bis 40 Prozent.

Das hat massive Konsequenzen für die Landwirtschaftsbetriebe. Kulturen haben das Wachstum praktisch eingestellt. Es drohen teils massive Ernteausfälle, beispielsweise bei den Zuckerrüben, den Kartoffeln oder dem Mais. Auch das Gras wuchs nicht mehr. Viehhalterinnen und Viehhalter mussten teils bereits auf das Winterfutter zurückgreifen. Der Aufwand für das Bewässern oder der Kauf von Futter verursachen zudem hohe Kosten.

«Landwirtschaft ist zentral»

Mehrere Bauernverbände forderten die Detailhändler deshalb auf, die Landwirtschaft zu unterstützen. Dies in Form von höheren Produzentenpreisen. Die Migros ist diesem Aufruf nun teilweise gefolgt. Höhere Preise hat sich die Händlerin nicht kommuniziert. Um schnell zu helfen, unterstützt die Migros aber Landwirtschaftsbetriebe, die wegen aussergewöhnlicher Umstände in finanzielle Not geraten sind, mit zwei Millionen Franken. Es handle sich um einen einmaligen Solidaritätsbeitrag.

«Die Schweizer Landwirtschaft ist für die Versorgung unseres Landes zentral. Gerade in einer ausserordentlichen Situation wie der aktuellen Trockenheit ist es wichtig, rasch Verantwortung zu übernehmen und betroffene Bäuerinnen und Bauern zu unterstützen», sagt Migros-Chef Mario Irminger.

Darüber hinaus arbeite der Konzern längerfristig mit Partnern daran, die Schweizer Landwirtschaft widerstandsfähiger gegen künftige Herausforderungen zu machen. Ziel sei es, auch künftig den grössten Teil der benötigten Rohstoffe aus der Schweiz zu beziehen. 

Gesuche ab Ende August möglich

Die Migros überweist das Geld in den nächsten Tagen der dem Schweizer Bauernverband nahestehenden Bucher-Gossweiler-Stiftung. Sie publiziert am 31. August 2026 den Ablauf und die Kriterien für die Gesuchstellung. Ab diesem Datum können Betriebe Gesuche einreichen. Über die Vergabe der Mittel entscheidet der Stiftungsrat.

Bankverbindung für Spenden (Stichwort «Trockenheit»)

Anna und Paul Bucher-Gossweiler-Stiftung, Hüttenkopfstrasse 17, 8051 Zürich

Aargauer Kantonalbank, 5001 Aarau, IBAN CH82 0076 1640 2840 2200 1

Der Schweizer Bauernverband (SBV) dankt der Migros für die Solidarität. Er ruft weitere Unternehmen und Private auf, Geld zu spenden. «Je mehr Geld eingeht, umso mehr Betriebe erhalten unkompliziert Hilfe, um die Rechnungen für Futter oder Wasser zu bezahlen», schreibt der SBV.

Hilfsangebote

Er hält fest, dass nicht allen Betrieben geholfen werden kann und auch bei den unterstützten Betrieben der Schaden nur zu einem Teil gedeckt werden kann. «Doch jede Unterstützung ist wichtig und sehr willkommen», so der Verband weiter.

Er verweist auf weitere Hilfsangebote. Die Rubrik «Brauchen Sie Hilfe?» auf der Website enthält eine Übersicht über Hilfsangebote aller Art. Auch kantonale Bauernverbände und Fachorganisationen könnten je nach Bedürfnis auf unterschiedliche Angebote hinweisen und bei der Planung helfen. «Keine Lage ist aussichtslos, auch wenn es im Moment so scheinen mag», appelliert der Schweizer Bauernverband an die Landwirtinnen und Landwirte.

-> Hier gehts zur Rubrik «Brauchen Sie Hilfe?»

Kommentare (14)

Sortieren nach: Likes | Datum
  • Stadtbauer | 23.08.2026
    Hier werden Kommentare, die Treffen,
    Nicht gerne Veröffentlicht.........
  • Ketzer | 22.08.2026

    Ich fordere den Bundesrat auf, sofort etwas gegen den Klimawandel zu unternehmen!


    Deshalb fordere ich die Reduktion des Strassenverkehrs um 50% und die Reduktion des Flugverkehrs um 50%. Die grössten 2 Klimakiller müssen sofort reguliert werden!

  • Besamer | 22.08.2026
    Anstelle eines anständigen Milchpreises spendet Migros lieber einen Batzen.Hat natürlich den besseren Werbeeffekt.
  • Ralph | 22.08.2026
    Liebe Menschen vom Lande
    Dieser Betrag, wie auch die Subventionen und der Nationale Finanzausgleich, der euren ländlichen Kantonen zu Gute kommen, werden von den industrialisierten, urbanen Kantonen und Städten finanziert. Wir machen das gerne! Aber bitte hört einfach mal auf, uns urbane Menschen schlecht zu machen. Nur die Zusammenarbeit zwischen Stadt und Land hilft dieser Schweiz.
    • Stadtbauer | 22.08.2026
      Geschätzter Ralph
      Ja da gebe ich dir Recht, es bringt nichts einander gegenseitig Anzufeinden.
      Ich selber bin Städter, mit Landwirtschaftsbetrieb in der Stadt, also Urbaner Mensch.
      Glaube mir, ein sehr grosser Prozentsatz wünscht sich die Direktzahlungen, oder wenn wir es beim Namen nennen wollen, Sozialhilfe! Zum Teufel, weil man immer nur auf das Bekommene Geld reduziert wird!
      Bei Faireren Produkte-Preisen hiesse das das die Lebensmittel teurer würden.
      Nur noch eines, Es liegt nicht am Rohprodukte Preis von uns, schaut euch mal die Wertschöpfungskette eines Nahrungsmittels an.
      Ich Danke dir für dein Verständnis
  • Paul | 22.08.2026
    Danke aber… Jetzt kommt es drauf an wer am besten jammern kann, oder wer sich mit teuren grossen Stallungen ohne der nötigen Futtergrundlage überschuldet hat.
  • Peter | 22.08.2026
    Da können sich Aldi & Co nur ein gutes Beispiel nehmen .Wäre ein gutes und solidarisches Zeich
  • Detlef | 22.08.2026
    Finde ich super einmal entlich für uns Schweizer. Nicht nur für die Ausländer und Asylante. Bravo
  • Franz | 21.08.2026
    Für diesen Beitrag der Migros können wir ja schon danke sagen, jeder Franken zählt. Aber vielmehr würde es der heimischen Landwirtschaft nützen, wenn der Detailhandel wieder ein wenig mehr Ethik zeigen würde und auch wieder mehr Schweizer Lebensmittel ins Regal stellen würde. Es kann doch nicht sein, dass es bei Coop bspw. mittlerweile 5 verschieden Sorten englischen Cheddar zu kaufen gibt. Das ist doch absolut unverständlich und auch total unökologisch. Nur weil ihr da ein wenig mehr Marge habt, das darf doch nicht wahr sein....
  • Steiger | 21.08.2026
    Immer nur nehmen hatten gute Jahre aber keine Reserve anlegen.
  • Bolliger | 21.08.2026
    Lachhaft!!
    • Daniela Nef | 21.08.2026
      Ja,danke vielmal für den Betrag,wäre aber für alle Landwirte dienlicher, z.b. milchpreiserhöhung und fürs Fleisch ganz gute Preise,würden allen etwas nützen. So,diese 2 Mio.sind schnell weg,reichen nirgends hin. Ist ja schweizweit so.
    • Peter | 22.08.2026
      Schlechter Scherz ! Was soll es da zu lachen geben .Da fehlt wohl jeder Respekt es sind ja nicht nur die Bauern ,die Tiere die Natur gehören auch dazu !
  • KnechtRuprecht | 21.08.2026
    Herr Irminger
    Vielen herzlichen Dank für die grooooszügige einmalige Geste.
    Besser währen "anständige" und "korrekte" Produzentenpreise, statt sich mit nachdenklichem Portrait ablichten zu lassen ;-))))
    Liebe Grüssen aus der Region für die Region MigrosAare
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