
Auf den Weiden ist während Wochen kein Gras mehr gewachsen.
Bruno Nabulon
Der Sommer 2026 wird als heiss und extrem trocken in die Geschichtsbücher eingehen. Vielerorts sind weniger als die Hälfte der Niederschläge gefallen. An einigen Orten sogar nur 30 bis 40 Prozent.
Das hat massive Konsequenzen für die Landwirtschaftsbetriebe. Kulturen haben das Wachstum praktisch eingestellt. Es drohen teils massive Ernteausfälle, beispielsweise bei den Zuckerrüben, den Kartoffeln oder dem Mais. Auch das Gras wuchs nicht mehr. Viehhalterinnen und Viehhalter mussten teils bereits auf das Winterfutter zurückgreifen. Der Aufwand für das Bewässern oder der Kauf von Futter verursachen zudem hohe Kosten.
«Landwirtschaft ist zentral»
Mehrere Bauernverbände forderten die Detailhändler deshalb auf, die Landwirtschaft zu unterstützen. Dies in Form von höheren Produzentenpreisen. Die Migros ist diesem Aufruf nun teilweise gefolgt. Höhere Preise hat sich die Händlerin nicht kommuniziert. Um schnell zu helfen, unterstützt die Migros aber Landwirtschaftsbetriebe, die wegen aussergewöhnlicher Umstände in finanzielle Not geraten sind, mit zwei Millionen Franken. Es handle sich um einen einmaligen Solidaritätsbeitrag.

Migros-Chef Mario Irminger
Jorma Mueller Photography
«Die Schweizer Landwirtschaft ist für die Versorgung unseres Landes zentral. Gerade in einer ausserordentlichen Situation wie der aktuellen Trockenheit ist es wichtig, rasch Verantwortung zu übernehmen und betroffene Bäuerinnen und Bauern zu unterstützen», sagt Migros-Chef Mario Irminger.
Darüber hinaus arbeite der Konzern längerfristig mit Partnern daran, die Schweizer Landwirtschaft widerstandsfähiger gegen künftige Herausforderungen zu machen. Ziel sei es, auch künftig den grössten Teil der benötigten Rohstoffe aus der Schweiz zu beziehen.
Gesuche ab Ende August möglich
Die Migros überweist das Geld in den nächsten Tagen der dem Schweizer Bauernverband nahestehenden Bucher-Gossweiler-Stiftung. Sie publiziert am 31. August 2026 den Ablauf und die Kriterien für die Gesuchstellung. Ab diesem Datum können Betriebe Gesuche einreichen. Über die Vergabe der Mittel entscheidet der Stiftungsrat.
Bankverbindung für Spenden (Stichwort «Trockenheit»)
Anna und Paul Bucher-Gossweiler-Stiftung, Hüttenkopfstrasse 17, 8051 Zürich
Aargauer Kantonalbank, 5001 Aarau, IBAN CH82 0076 1640 2840 2200 1
Der Schweizer Bauernverband (SBV) dankt der Migros für die Solidarität. Er ruft weitere Unternehmen und Private auf, Geld zu spenden. «Je mehr Geld eingeht, umso mehr Betriebe erhalten unkompliziert Hilfe, um die Rechnungen für Futter oder Wasser zu bezahlen», schreibt der SBV.
Hilfsangebote
Er hält fest, dass nicht allen Betrieben geholfen werden kann und auch bei den unterstützten Betrieben der Schaden nur zu einem Teil gedeckt werden kann. «Doch jede Unterstützung ist wichtig und sehr willkommen», so der Verband weiter.
Er verweist auf weitere Hilfsangebote. Die Rubrik «Brauchen Sie Hilfe?» auf der Website enthält eine Übersicht über Hilfsangebote aller Art. Auch kantonale Bauernverbände und Fachorganisationen könnten je nach Bedürfnis auf unterschiedliche Angebote hinweisen und bei der Planung helfen. «Keine Lage ist aussichtslos, auch wenn es im Moment so scheinen mag», appelliert der Schweizer Bauernverband an die Landwirtinnen und Landwirte.
Nicht gerne Veröffentlicht.........
Ich fordere den Bundesrat auf, sofort etwas gegen den Klimawandel zu unternehmen!
Deshalb fordere ich die Reduktion des Strassenverkehrs um 50% und die Reduktion des Flugverkehrs um 50%. Die grössten 2 Klimakiller müssen sofort reguliert werden!
Dieser Betrag, wie auch die Subventionen und der Nationale Finanzausgleich, der euren ländlichen Kantonen zu Gute kommen, werden von den industrialisierten, urbanen Kantonen und Städten finanziert. Wir machen das gerne! Aber bitte hört einfach mal auf, uns urbane Menschen schlecht zu machen. Nur die Zusammenarbeit zwischen Stadt und Land hilft dieser Schweiz.
Ja da gebe ich dir Recht, es bringt nichts einander gegenseitig Anzufeinden.
Ich selber bin Städter, mit Landwirtschaftsbetrieb in der Stadt, also Urbaner Mensch.
Glaube mir, ein sehr grosser Prozentsatz wünscht sich die Direktzahlungen, oder wenn wir es beim Namen nennen wollen, Sozialhilfe! Zum Teufel, weil man immer nur auf das Bekommene Geld reduziert wird!
Bei Faireren Produkte-Preisen hiesse das das die Lebensmittel teurer würden.
Nur noch eines, Es liegt nicht am Rohprodukte Preis von uns, schaut euch mal die Wertschöpfungskette eines Nahrungsmittels an.
Ich Danke dir für dein Verständnis
Vielen herzlichen Dank für die grooooszügige einmalige Geste.
Besser währen "anständige" und "korrekte" Produzentenpreise, statt sich mit nachdenklichem Portrait ablichten zu lassen ;-))))
Liebe Grüssen aus der Region für die Region MigrosAare