«Müssen uns auf Wohlstandsverlust einstellen»

sda |

Die Schweiz wird sich künftig wie im Kalten Krieg auf der Weltbühne klar positionieren müssen, glaubt Mitte-Chef Gerhard Pfister. «Das wird wieder einen Preis haben», sagte er in einem am Dienstag veröffentlichten Interview mit den Tamedia-Titeln.

«Wir müssen uns auf einen Wohlstandsverlust einstellen», so Pfister. Die Schweiz stehe auf der Seite der westlichen Demokratien. Dabei gehe es um fundamentale Werte wie Freiheit und Souveränität.

«Demokratie oder Wirtschaft»

«Wir müssen entscheiden, was uns wichtiger ist: der Einsatz für die Demokratie oder die wirtschaftlichen Interessen der Unternehmen in diesen Regionen.» Im Zweifelsfall stehe die Verteidigung der Demokratie über Wirtschaftsinteressen.

«Unsere pragmatische, teils opportunistische Aussenpolitik funktioniert nicht mehr», sagte Pfister. «Die aktuelle geopolitische Entwicklung läuft auf einen Kampf zwischen den demokratischen und den autokratischen Staaten hinaus.» Das werde unangenehm. Aber: «Die Zeit des naiven Liberalismus ist vorbei.»

Neutralität nicht durch Adjektive definieren

Für den Mitte-Chef lässt sich Neutralität nicht durch Adjektive oder Konzepte definieren. «Sondern dadurch, was der Bundesrat im konkreten Konflikt im Landesinteresse tut.» Diese Verantwortung zu entscheiden könne die Regierung nicht durch das Abfassen von Berichten delegieren. «Dafür ist er gewählt und muss sich vor der Geschichte verantworten.»

Der Erfolg des westlichen Gesellschafts- und Wirtschaftsmodell beruhe auf Rechtsstaatlichkeit, Sicherheit des Privateigentums und sozialer Wohlfahrt. Darum sei es mit Abstand das attraktivste. Sollen diese Gesellschaft und Werte erhalten bleiben, müssten sie gegen Angriffe behauptet werden. «Heute wird die Schweiz auch in Kiew verteidigt», ist Pfister überzeugt.

Dazu gehöre auch, dass die Schweiz das Verhältnis zur EU kläre. «Die Ukraine-Krise verdeutlicht den breiten Konsens in der Schweiz, dass wir uns als europäisches Land verstehen», so Pfister.

Kommentare (32)

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  • Historiker | 31.08.2022
    "Die Schweiz muss sich auf Wohlstandsverlust einstellen", jedoch nicht die Politiker. Und wo bleibt die Demokratie, wenn man alles verordnet bekommt, das ist ja ein Widerspruch in sich. Da kommen schwere Zeiten auf uns Bürger zu.
  • Ines | 29.08.2022
    Nur schon, dass Sie den Medien Lügen uinterstellen, zeigt, wie falsch sie liegen. Der Begriff Lügenpresse kommt aus jeder Richtung der politischen Extreme ob links oder rechts und ist abzulehnen.
    • Beat Furrer | 29.08.2022
      Es ist eben zu offensichtlich.
      • Ines | 30.08.2022
        Wer den Medien Lügen unterstellt, untergräbt die Demokratie.
        • Beat Furrer | 30.08.2022
          So kann man es auch sehen. Jedoch nimmt die 4. Gewalt im Staat (die Medien) ihre Rolle als Kritikerin der Regierung nicht mehr wahr.
  • Ines | 29.08.2022
    Herr F. Ihre Meinungsäusserungsfreiheit ist nicht tangiert. Ich rufe nur dazu auf, Ihre Voten zu ignorieren.
    • Beat Furrer | 29.08.2022
      Dein Aufruf, Ines, sagt mehr über dich aus, als dass er in deinem Sinne nützen dürfte.
      Die Medien predigen ständig Narrative, die auf Lügen und Halbwahrheit beruhen. Jeder informierte und verantwortliche Leser ist doch aufgerufen, die anderen mit ergänzenden Informationen zu versorgen.
  • Ines | 28.08.2022
    Herr Furrer ihre absurden Theorien haben Sie hier zur genüge verbreitet. Es geht Ihnen um aufmerksamkeit und die sollte man ihren Meineungen gerade nicht schenken.
    • Beat Furrer | 29.08.2022
      Also Ines, bist du gegen die Meinungsäusserungsfreiheit?
  • Alter Bauer | 25.08.2022
    Mein herzliches Beileid an die Menschen beim Schweizer Bauer,die zwangsweise Furrers Quatsch lesen müssen.
    • Beat Furrer | 25.08.2022
      Alter Bauer: Es tut einigen weh, wenn sie aus ihrer Blase heraustreten und die Wahrheit hören, die in den Massenmedien unterdrückt wird.
      Wer den anderen ohne Begründung "Quatsch" unterschiebt ist für den Dialog unfähig!
  • Beat Furrer | 25.08.2022
    «Müssen aufhören, Energie zu verschwenden» sagt Simonetta Sommaruga.
    «Müssen uns auf Wohlstandsverlust einstellen» sagt Gerhard Pfister. Wer hat das verursacht und gewollt? Die Panikpolitik des WEF, der UNO in Zusammenarbeit mit den Linken (wozu ich die CVP in dieser Sache auch zähle).
    "Müssen" zeigt Zwang an! Das ist die Stunde der linken Verbots- und Zwangs-Politiker!
  • InesK | 24.08.2022
    Ich bin mir sicher: Hr. Furrer glaubt den Quatsch den er hier schreibt selber nicht, sondern möchte nur auffallen und provozieren.
    Daher mein Rat: ignorieren.
    • Beat Furrer | 24.08.2022
      Werde konkret, InesK!
  • ueli keller | 24.08.2022
    Also ich finde Geri Pisters Worte ehrlich und realistisch , was den Wohstand betrifft . Dass die EU das eigene Leitmotto : " Frieden durch Wohlstand " verfehlen wird, ist absehbar, leider sieht das der liebe Geri Pfister anders.
    • Beat Furrer | 24.08.2022
      Das mag sein. Aber Pfister ist unehrlich oder uninformiert. Die Demokratie wird nicht in Kiew verteidigt. Das Kiew-Regime ist kriminell und hat seit dem völkerrechtswidrigen Putsch von 2014 die Ostukraine terrorisiert, was zum Einmarsch der Russen in der Ostukraine führte.
      • ueli keller | 24.08.2022
        Lieber Beat ! Aus der Geschichte lernt man : man hat noch nie aus der Geschichte gelernt ! Konflikte sind unsere ewigen Begleiter. Die ukrainieschen Machtinhaber haben sicherlich keine blütenreine Weste. Was 2014 wirklich passiert ist, darüber kann man nur spekulieren.
        Die CH wäre besser neutral geblieben, um zum gegebenen Zeitpunkt den Konflikt schlichten zu helfen ; ergo können..... Einmal mehr hat C. Blocher Recht behalten, als er von Anfang an zur Neutalität aufrufte !
        • Beat Furrer | 24.08.2022
          Sehe ich genauso!
  • Beat Furrer | 23.08.2022
    Nein. Mit doppelter CO2 Konzentration könnte 40% mehr Ertrag erhalten werden (Zahlen aus Freilandversuchen).
  • Beat Furrer | 23.08.2022
    "Breiter Konsens", breiter Weg, Weg is Verderben.
    Durch Macht und Zensur der Massenmedien, der links unterwanderten Behörden und Politik aufgezwungen. Pfister ist auf einem völligen Irrweg!
    • Beat Furrer | 23.08.2022
      Weg ins Verderben.
      • Kopfschüttler | 23.08.2022
        Auch richtig geschrieben wird dieser Quatsch nicht wahrer.
        • Beat Furrer | 23.08.2022
          Begründung? Bleib cool und argumentiere statt zu schmähen!
          • Kopfschüttler | 23.08.2022
            Was bringt es zu argumentieren, wenn einer zum Voraus immer die Wahrheit für sich gepachtet hat.
          • Beat Furrer | 23.08.2022
            Über die Wahrheit habe ich bereits geschrieben. Wurde zensiert, weil es eben die Wahrheit ist.
  • Spassvogel | 23.08.2022
    Komisch, irgendwie freue ich mich auf nächsten Winter. Habe 60 Ster Holz in Reserve, 2000 Liter Diesel im Tank und für den Generator 200 Liter Benzin eingelagert.
    Ich werde in der warmen Stube SRF Beiträge schauen, wie linke Politiker ihren Wählern stellen müssen und denen erklären müssen warum die Situation so ist.
    Ich wünsche allen Energiewendern eine kalte Wohnung und bemitleide die, welche gegen die Wende waren und nun trotzdem frieren, die dürfen zu mir an die Wärme kommen.
    • Kopfschüttler | 23.08.2022
      Ach gäbe es doch diese Linken und Grünen nicht, wir könnten ungehindert Öl verbrennen, CO2 ausstossen, alles wäre tip top. Ist ja auch kein Problem, dass die Gletscher schmelzen, auf den Alpen das Wasser knapp wird, europaweit so viel Wald brennt wie noch nie und halb Europa unter Dürre leidet. Aber wer den Kopf in den Sand stecken will, kann das bald auch in der Schweiz an vielen Orten problemlos tun und muss nicht mehr ans Meer reisen.
      • Beat Furrer | 23.08.2022
        CO2 ist gut fürs Pflanzenwachstum und schadet niemandem,
        • Bäuerin | 24.08.2022
          Zuviel CO2 ist schädlich. Im Moment hat es mehr als genug davon in der Atmosphäre. Wenn du deinem Körper zuviel "Gutes" zuführst, etwa Vit. C, wirkt sich das auch negativ aus.
          • Beat Furrer | 24.08.2022
            Stimmt nicht. Warum wird in den Gewächshäuser der CO2-Gehalt vervierfacht (1600 ppm)? Damit die Pflanzen besser wachsen.
            CO2 zum Einatmen ist ab 1000 ppm nicht gesund. Aber das werden wir nie erreichen. Die Maskenträger müssen den ganzen Tag schädlicherweise 10'000 ppm CO2 einatmen. Warum hast du da nicht protestiert, Bäuerin?
            P.S. Beim Kommentar oben wurde ein grosser Teil zensiert!
      • Christoph | 29.08.2022
        Sie haben schon Recht, werter Kopfschüttler, aber:
        https://wego.here.com/?map=30.09988,40.57715,3,normal

        Schauen Sie sich mal obenstehende Weltkarte an und sagen Sie mir, wieviel wir Schweizer mit unserem "links-grünen Ökoterrorismus" wirklich an Einfluss auf das gobale Klima haben... Wir dürfen nicht nur von ein bisschen Hausisolation, Heizenergie und Fahrzeugabgasen sprechen -das ist zu einfach!- damit ist das Problem nicht gelöst und es ist nur ein Tropfen auf den heissen Stein. Es ist...
    • Historiker | 31.08.2022
      Von dieser Mentalität "ich schau für mich und ihr könnt schauen, wo ihr bleibt" wirst du vom Staat umgezogen, denn künftig gehört dir nichts mehr.

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