Die durchschnittlichen Pachtpreise für landwirtschaftliche Nutzflächen sind in Schweden im vergangenen Jahr auf eine neues Rekordniveau gestiegen. Der Aufschlag zum Vorjahr fiel allerdings überschaubar aus.
Nach einer Stichprobenerhebung der schwedischen Landwirtschaftsbehörde Jordbruksverket war für die Pacht eines Hektars landwirtschaftlicher Nutzfläche 2020 im Schnitt umgerechnet 200 Franken (180 Euro) zu zahlen, was einem Anstieg von rund 1,7 % zum Vorjahr entsprach.
Der durchschnittliche Pachtpreis für Ackerland lag mit 215 Franken (194 Euro)/ha ebenfalls leicht über dem Vorjahresniveau.
30 Prozent höher
Das Pachtpreisniveau hat sich im langfristigeren Vergleich spürbar erhöht. Nur zehn Jahre zuvor hatten Pächter für einen Hektar nach heutigem Wechselkurs lediglich 154 Franken (139 Euro) zahlen müssen.
Somit verteuerte sich die Pacht seitdem um rund 30 % verteuert. Jordbruksverket weist aber darauf hin, dass sich der Anstieg in den vergangenen Jahren deutlich verlangsamt habe und inzwischen Anzeichen für eine Stagnation zu erkennen seien.
Grosse regionale Unterschiede
Je nach Region und Bodengüte gehen die Pachtzinsen in Schweden weit auseinander: Laut aktueller Auswertung mussten 2020 in der Provinz Südschweden, wo der Ackerbau seinen Schwerpunkt hat, im Durchschnitt gut 434 Franken (391 Euro) für einen Hektar Ackerland gezahlt werden.
Im benachbarten Småland kostete die Pacht dafür hingegen nur 156 Franken (141 Euro).
