
Aus rund einem Prozent der Rüben wurde Energie.
Jonas Ingold
Seit dem 14. Februar stehen die Maschinen in der Zuckerfabrik in Aarberg BE still. Die Kampagne 2025/2026 ist somit im westlichen Teil der Schweiz beendet. Wie die Schweizer Zucker (SZU) AG schreibt, gelangten in dieser ausserordentlich langen Kampagne 1’062’397 Tonnen Rüben nach Aarberg. Aus ihnen gab es rund 130’000 Tonnen Zucker.
Einen ähnlich grossen Ertrag gab es letztmals im Jahr 2014. Ein Grund für diese Spitzenwerte ist laut der SZU die sehr gute Rübenernte. Zusätzlich gelangten wegen des Betriebsunterbruchs in Frauenfeld auch Ostschweizer Rüben nach Aarberg. Die SZU schätzt die totale Menge an Rüben auf 1,8 Millionen Tonnen: 1’768’598 Tonnen wurden bis Mitte Februar verarbeitet, 30’000 Tonnen lagen am Montag noch am Lager.
Funktioniert die Ersatzlösung für den defekten Kalkofen in Frauenfeld TG weiter stabil, sollte die Kampagne laut dem Unternehmen in der Ostschweiz diese Woche beendet werden können.
Trotz der langen Lagerdauer sei die Verarbeitbarkeit der Rüben in Frauenfeld derzeit gut, teilt die SZU mit. Sie rechnet dennoch damit, dass insgesamt rund 10’000 Tonnen Rüben zwar abgeholt, aber anschliessend in einer Biogasanlage verwertet werden. Dieser Wert liege unter einem Prozent der gesamten verarbeiteten Menge und somit tiefer als befürchtet.