Im Projekt PestiRed, an dem 68 Landwirte aus der Waadt, aus Genf und Solothurn teilnehmen, wird versucht, den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln zu reduzieren. Agroscope hat die Unkrautflora in Weizen, Gerste und Raps von 2020 bis 2023 nach der Unkrautbekämpfung im Herbst, im Frühling und vor der Ernte bewertet.
Es wurden im Schnitt 23, 20 und 28 Unkrautarten identifiziert, vorwiegend Persischer Ehrenpreis, Vogelmiere und Löwenzahn, Einjähriges Rispengras, Italienisches Weidelgras.
Erhöhung der Unkrautdichte wird untersucht
In allen drei Kulturen schaffte es ein Grossteil der Landwirte, die Unkräuter fast ohne Herbiziden, dafür mit Bodenbearbeitung, späterer Aussaat, konkurrenzstarken Sorten oder Mischkulturen und mit mechanischer Unkrautbekämpfung zu bekämpfen. Allerdings war die Unkrautdichte in Gerste und Raps nach der Unkrautbekämpfung im Frühling und vor der Ernte im Weizen auf den herbizidfreien Parzellen höher.
Die höchste Besatzdichte hatte Vogelmiere in allen drei Kulturen jeweils in den Parzellen ohne Herbizide. Die zweithäufigste Unkrautart variierte je nach Kultur und Herbizideinsatz: Italienisches Weidelgras bei Weizen ohne Herbizide, Ackerfuchsschwanz bei Gerste mit Herbiziden und Raue Gänsedistel bei Raps mit Herbiziden.
Das Risiko einer Erhöhung des Unkrautsamenvorrats im Boden und die damit einhergehende Zunahme der Unkrautdichte im Laufe der Zeit werden bis zum Ende des Projekts untersucht. Analysen sollen auch die Beeinflussung durch die Unkrautbekämpfungsstrategien sowie deren Auswirkungen auf die Erträge aufzeigen.
