
Die UFOP warnt vor stagnierenden Erträgen.
Christian Aeschlimann
Der UFOP-Vorsitzende Torsten Krawczyk erinnerte Mitte November daran, dass die Erträge bei Getreide und Ölsaaten in Deutschland seit rund zwei Jahrzehnten stagnieren. Mitverantwortlich dafür macht Krawczyk den zunehmenden Verlust an verfügbaren Pflanzenschutzmittelwirkstoffen. Statt pauschaler Reduktionsziele brauche es wieder mehr Wirkstoffe sowie flexiblere Anwendungsmöglichkeiten, so der UFOP-Vorsitzende.
Dies gelte auch für die Neuen Züchtungstechniken (NZT). Die Reform des EU-Gentechnikrechts sei im Trilog-Verfahren zuletzt ins Stocken geraten, kritisierte er. Gleichwohl äusserte Krawczyk die Hoffnung, dass die Verhandlungen auf EU-Ebene bald abgeschlossen werden.
Der stellvertretende UFOP-Vorsitzende Dietmar Brauer warnte zwar davor, die NZT als «Allheilmittel» zu verklären, sprach sich aber ebenfalls für einen raschen Einsatz der Technologie in Europa aus; allerdings unter dem Vorbehalt, dass der Patentschutz für durch NZT erzeugte Pflanzen begrenzt werde.
Darüber hinaus fordert die Förderunion eine zügige Beratung und Beschlussfassung zur Änderung des Treibhausgas-Quotengesetzes. Die bisherige Verzögerung in der Ressortabstimmung durch das Bundesumweltministerium (BMUKN) sei «unverständlich und unverantwortlich», so der UFOP-Vorsitzende Krawczyk. Bundestag und Bundesrat müssten nun dafür sorgen, dass dieser Zeitplan noch gehalten werden könne, damit vor allem Massnahmen zur Betrugsprävention rechtzeitig greifen.