
Raps stellt hohe Ansprüche an das Saatbett, insbesondere bei herbizidlosen Verfahren wie hier mit einer Untersaat.
Simon Binder
Zur Tag-und-Nacht-Gleiche sollte er nicht mehr als sechs Blätter aufweisen, damit er bis zum Wintereinbruch das Rosettenstadium von etwa acht bis zehn Blättern erreicht und so gut überwintern kann. Zu dicht oder zu früh gesäter Raps unterliegt dem Risiko, bereits im Herbst ins Längenwachstum überzugehen, das erhöht die Gefahr von Frostschäden.
Die Risikofaktoren für ein Überwachsen im Herbst sind in diesem Jahr laut dem Strickhof in Lindau ZH gegeben: ein früher Saattermin, wüchsige Witterung, hohe Stickstoffverfügbarkeit und grosse Konkurrenz durch Ungräser. Im intensiven Anbau sollte der Raps deshalb heuer im 4-Blatt-Stadium im Längenwachstum gebremst werden. Je kleiner die Rapspflanzen, desto empfindlicher reagieren sie laut den Pflanzenschutzexperten auf stark verkürzende Wirkstoffe.
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