
Die Mungbohne ist eine einjährige krautige Pflanze. Sie wächst meist aufrecht, meist stark verzweigt und erreicht Wuchshöhen von 30 bis zu 150 cm. Es gibt auch windende und halb kriechende Sorten
Ivar Leidus
Mungobohnen zählen in Asien zu den wichtigsten Körnerleguminosen. Wie das deutsche Bundesinformationszentrum Landwirtschaft (BZL) schreibt, könnte ihr Anbau als Lebensmittel auch in Europa an Bedeutung gewinnen.
Erste Praxiserfahrungen in Deutschland zeigen demnach, dass ein Anbau grundsätzlich möglich ist. Der Erfolg hängt jedoch stärker von der Temperatur ab als bei Eiweisserbsen oder Ackerbohnen. Nach den bisherigen Praxiserfahrungen entwickeln sich Mungobohnen besonders gut, wenn über längere Zeit Tagestemperaturen von über 30 Grad erreicht werden und es in der Nacht nicht unter 20 Grad abkühlt. Sonst kann das Wachstum nahezu zum Erliegen kommen, was den Ertrag mindern und die Vegetationsdauer verlängern könnte.
Besonders kritisch sind laut dem BZL Kälteeinbrüche während der Blüte, da sie den Fruchtansatz beeinträchtigen können. Sonnige, auch flachgründige Weinberglagen wären wohl für den Anbau geeignet. Noch fehlen Erfahrungen zur Sortenwahl, da es massgebliche Unterschiede bei Ertrag, Krankheitsresistenz und Kornqualität gibt. Generell seien Mungobohnen gegenüber Krankheiten und Schädlingen aber widerstandsfähig, bilanziert das BZL.
Herausforderungen seien hingegen die fehlende Konkurrenzkraft gegenüber Unkraut beim Auflaufen, eine ungleichmässige Abreife und der tiefe Hülsenansatz, der beim Dreschen spezielle Schneidwerke erfordere, die möglichst dicht über dem Boden arbeiten könnten.