
Erdmandelgras kann auch aus 25cm Tiefe auskeimen, das zeigt der Keimschlauch rechts.
zvg
Laut den Experten können Einzelpflanzen in knapp zehn Tagen bereits 20 bis 25 Tochterknöllchen ausbilden. Würden nur zehn Erdmandelgraspflanzen unbemerkt auf dem Feld stehen, können daraus innerhalb von drei bis vier Wochen über 1500 neue Knöllchen entstehen.
Erdmandelgras
Erdmandelgras (Cyperus esculentus) stammt ursprünglich aus wärmeren Regionen und ist heute weltweit verbreitet. In der Schweiz gilt es als invasiver Neophyt , der 1989 erstmals im Kanton Tessin beobachtet wurde. Er gelangte vermutlich über den internationalen Pflanzenhandel in die Schweiz. Es ist ein Sauergras und bildet unterirdische, essbare Knöllchen – sogenannte «Erdmandeln» –, die sich stark vermehren. In Spanien wird Erdmandelgras traditionell als Nutzpflanze angebaut, unter anderem zur Herstellung des Getränks «Horchata de chufa».
Der Bekämpfungserfolg der gesamten Saison kann laut der Fachstelle dadurch in kürzester Zeit zunichtegemacht werden. Sie schreibt, dass Zuckerrüben auf Befallsflächen die ungünstigste Kultur sind. Neben den eingeschränkten Optionen zur chemischen Regulierung und dem erschwerten Monitoring begünstige vor allem die späte Ernte eine ungestörte Knöllchenbildung in den Monaten August und September.
Die Fachstellenmitarbeiter warnen vor dem hohen Risiko, dass Erdmandelgras über Erntemaschinen auf weitere Parzellen verschleppt wird.
Harte Blätter
Die harten, braunen Mandeln des Erdmandelgrases sehen Erdkrumen ähnlich. Sie treiben mehrfach aus und überleben mehrere Jahre. Die Knöllchen sind sehr klein (2 bis 15mm) und werden leicht über Maschinen verschleppt. Warme Witterung, Bewässerung und nährstoffreiche Böden beschleunigen Wachstum und Mandelgrösse. Die Bildung neuer Knöllchen beginnt ab Juni. Das Erdmandelgras unterscheidet sich deutlich von anderen Gräsern und kennzeichnet sich durch einen dreikantigen Stängel, eine V-förmige Blattmittelrinne und durch die hellgrüne Farbe. Die Blätter sind hart und schwer benetzbar. sum