In der Ostschweiz darf eine überdurchschnittliche Rübenernte erwartet werden. Die Rüben in der Westschweiz litten.
Die Resultate der dritten Proberodung sind geprägt von der aktuellen Trockenheit und der in der westlichen Anbauregion weit verbreiteten Vergilbung. Für die kommende Ernte zeichnen sich deutliche Unterschiede zwischen den Regionen ab.
Hohe Gehalte im Osten
In der Ostschweiz darf eine überdurchschnittliche Ernte erwartet werden. Durch die Trockenheit sind die Zuckergehalte deutlich angestiegen und erreichen unterdessen 17,3 Prozent. Der Ertragszuwachs der letzten vier Wochen war durchschnittlich.
Mit über 16 Tonnen Zuckerertrag pro Hektare liegen die aktuellen Ergebnisse über dem fünfjährigen Durchschnitt. Die Wachstumskurve verläuft ähnlich wie 2017, als durchschnittliche Erträge von 85 Tonnen bei einem Zuckergehalt von 17,2 Prozent erreicht wurden.
Bescheiden im Westen
Trockenheits- und krankheitsbedingt war der Ertragszuwachs in der Westschweiz unterdurchschnittlich. Der Zuckergehalt ist zwar ebenfalls angestiegen, erreicht jedoch bescheidene 16 Prozent, dies bei hohen Stickstoffwerten. Erfreulich ist der nach wie vor hohe Blattanteil. Die Ergebnisse sind vergleichbar mit den beiden Vorjahren. Während im trockenen Herbst 2018 ein Ertrag von durchschnittlich 61,9 Tonnen erreicht wurde, lag dieser im nassen Vorjahr bei 77,8 Tonnen.
Die Erfahrungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass die Witterung in den nächsten Wochen noch einen grossen Einfluss auf das Kampagnenergebnis haben wird. In den von der Vergilbung stark betroffenen Parzellen muss jedoch mit grossen Ertragsausfällen gerechnet werden. Die Branche wird in den nächsten Wochen alles unternehmen, um ähnlich wie in den meisten europäischen Ländern eine Notfallzulassung zum Einsatz von Gaucho zur Saatgutbeizung zu erhalten.