Am Mittwoch, 10. Juni um 9 Uhr haben sie begonnen: die Feldtage 2026. Noch bis Freitagabend können in Kirchberg auf rund 15 ha Eventgelände diverse Kulturen bestaunt und verglichen werden: Futterbaumischungen, Mais, Raps, Eiweissträger, Zwiebeln, Rüebli, Sonnenblumen, Kartoffeln, Rüben und diverse Getreidearten. Alle möglichen Anbauverfahren werden gezeigt, und den neuen Technologien wird ein grosses Augenmerk geschenkt. Drohnen und GPS-gesteuerte Hackgeräte sind ebenso im Einsatz wie das Spot-Spraying zur selektiven Unkrautbekämpfung oder autonome Traktoren.
Erste Saaten 2024
Aber die Feldtage sind bekannt für mehr als Versuche: Alle grossen Firmen sind vor Ort, von Agroline bis Z-Saatgut, Führungen, Firmenanlässe und das Festzelt erlauben den Austausch mit Kollegen und Experten. Versuchsleiter Christoph Brönnimann von der Landor ist zufrieden: «Im August 2024 haben wir die ersten Futterbauversuche angelegt, seither läuft immer etwas.» Er und seine Mitarbeitenden hatten Wetterglück. «Einzig den Raps konnten wir letzten Herbst etwas spät säen», erinnert sich Brönnimann. «Doch dann haben der milde Winter und der Frühling viel dazu beigetragen, dass Kulturen heute so schön dastehen.»

Christoph Brönnimann (r.) mit David Aebi (M.) und einem Mitarbeiter der Firma Agrarpiloten, deren Drohnen beim Versuchsdesign berücksichtigt wurden.
Daniel Hasler
Bewirtschaftung anpassen
Was die Besucher und Besucherinnen nur bei der Anfahrt merken, die nicht mehr wie bei den letzten Feldtagen nach Kölliken AG führt, war für den Landor-Experten und sein Team eine Challenge: «Wir haben mit Kirchberg einen neuen Standort. Er ist zwar optimal gelegen, an die Autobahn angebunden, und die Zusammenarbeit mit den Landbewirtschaftern lief einwandfrei. Aber es sind andere Böden, viele Bewirtschaftungsschritte mussten wir spezifisch an diese anpassen.» Nicht jede der Bodeneigenschaften habe man ausgleichen können: «Im Raps sieht man heute noch heterogene Stellen.»
Am meisten Sorgen hat mir in den letzten Monaten die Unsicherheit wegen des Wetters bereitet
Nun, da die Besuchenden sich auf dem Gelände einfinden, kann Christoph Brönnimann aufatmen: «Am meisten Sorgen hat mir in den letzten Monaten die Unsicherheit wegen des Wetters bereitet», so seine ehrliche Aussage. «Anfang März war es kurz sehr kalt, dann länger trocken. Aber dank der frühen Saat hat das Wachstum nicht gelitten.»
Versuche im Detail
Für alle, die sich auf den Feldtage-Besuch vorbereiten, hat Brönnimann einen Tipp: «Unbedingt die Feldtage-Revue, die am Samstag dem ‹Schweiz Bauer› beilag, mitnehmen. Dort sind komplexere Versuche und Technologien genau beschrieben.»










