
Tröpfchenbewässerung für den Essiggurkenanbau.
Martin Brunner
Verbote der Wasserentnahme aus Gewässern sind für die landwirtschaftliche Bewässerung ein Problem. Das Ziel des Projektes Swiss Irrigation Info von Agroscope und der Hafl war deshalb die Entwicklung einer Methode, um den jährlichen Wasserverbrauch für zehn Kulturen (Beeren, Gemüse, Kartoffeln, Mais, Äpfel, Rüben) mit den schweizweit verfügbaren Daten zu Klima oder Boden für die Jahre 2021 bis 2023 abzuschätzen.
So wurde für das nasse Jahr 2021 ein Verbrauch von rund 9,5 Mio. m3 und für die warm-trockenen Jahre 2022 und 2023 von 41 Mio. m3 bzw. 31 Mio. m3 geschätzt. Die Kulturen mit dem grössten Wasserverbrauch waren Gemüse, Obst und Grünflächen. Die Ergebnisse decken sich laut Agroscope grösstenteils mit den Schätzungen des Bundesamts für Statistik für das Jahr 2023, die auf stichprobenartigen Erhebungen basieren.
Auf Basis der Klimaszenarien wurde der zukünftige Bewässerungsverbrauch modelliert: Ohne Klimaschutz würde der Wasserverbrauch demnach bis zum Ende des Jahrhunderts um etwa 21 Prozent steigen, mit moderatem Klimaschutz um 6 Prozent. Diese Zunahmen würden zeigen, dass das landwirtschaftliche Wassermanagement vor wachsenden Herausforderungen stehe, so Agroscope.
Im Vergleich zu Obst und Gemüse wird für Fleisch und Fleischprodukte ein x-faches an Wasser benötigt, bis es auf dem Teller landet.