Getreide: Frostschäden noch unklar

Am Dienstag hat Swiss Granum, die Branchenorganisation für Getreide, Ölsaaten und Eiweisspflanzen, die zweite Ernteschätzung veröffentlicht. Die Brotgetreideernte wird höher eingeschätzt. Noch nicht abschätzbar sind die Auswirkungen der April-Frostnächte.

Am Dienstag hat Swiss Granum, die Branchenorganisation für Getreide, Ölsaaten und Eiweisspflanzen, die zweite Ernteschätzung veröffentlicht. Die Brotgetreideernte wird höher eingeschätzt. Noch nicht abschätzbar sind die Auswirkungen der April-Frostnächte.

Gemäss der jüngsten Schätzung wird die Ernte 2017 zurzeit auf rund 460‘000 t backfähiges Brotgetreide (inkl. allfällig nicht backfähiges Brotgetreide), 440‘000 t Futtergetreide (exkl. allfällig nicht backfähiges Brotgetreide), 22‘000 t Eiweisspflanzen und rund 87‘000 t Ölsaaten geschätzt.

Im Vergleich zu ersten Schätzung wird die Erntemenge an backfähigem Brotgetreide um knapp 40'000 Tonnen höher geschätzt. «Ein zurzeit noch nicht quantifizierbarer Teil davon kann bei der Ernte wegen Qualitätsmängeln voraussichtlich noch als nicht backfähig deklariert und im Futterkanal abgesetzt werden», schreibt Swiss Granum.

Die Futtergetreideernte wird rund 18'000 Tonnen tiefer geschätzt als in der 1. Schätzung. Bei sämtlichen Futtergetreide-Arten wird aber eine Zunahme im Vergleich zum Vorjahr erwartet. Bei den Ölsaaten und Eiweisspflanzen werden die Aprilzahlen bestätigt. Die Eiweisspflanzenernte fällt mit knapp 22‘000 t verglichen mit dem Vorjahr höher aus.

Die Ölsaatenernte wird 3'000 Tonnen tiefer eingeschätzt als im April. Insgesamt werden 87'000 Tonnen erwartet, mit 70'000 Tonnen entfällt der Grossteil auf den Raps.

Wie sich die frostigen Aprilnächte auf die Getreideernte auswirken, ist noch unklar. «Die durch den Frost und Schneefall entstandenen Schäden sind grösstenteils noch unberücksichtigt», schreibt Swiss Granum. Genauere Aussagen werden mit der Ernteschätzung Ende Juni möglich sein, heisst es weiter.

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