Jetzt für Farbe im Acker sorgen

Ab Mitte April ist die Saat möglich. Die Mischungen liefern Insekten Nahrung, erfreuen mit ihren Blüten die Spaziergänger und werden finanziell gefördert.

Es ist Zeit für die Saat von Nützlingsstreifen-Mischungen. Zwar gilt als letzter Zeitpunkt für den Bezug von Direktzahlungen der 15. Mai. Laut der Agridea können die 3 bis 6 m breiten Streifen im Acker aber im Mittelland schon ab Mitte April angelegt werden.

Produktionssystembeiträge

Dabei hat eine frühe Saat den Vorteil, dass die Mindestkulturdauer von 100 Tagen bei einjährigen Systemen sicher eingehalten werden kann. Für Nützlingsstreifen richtet der Bund Produktionssystembeiträge aus: 3300 Franken pro Hektare effektiv angelegter Fläche in offener Ackerfläche bei einjährigen und 4000 Franken pro Hektare bei mehrjährigen Kulturen. Diese gibt es aber nur in der Tal- und in der Hügelzone – und nur, wenn die vom Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) zugelassenen Saatgutmischungen gesät werden. Es gibt eine einjährige Grund- und eine einjährige Vollversion und eine einjährige Mischung für den Kohlanbau.

Weiter gibt es einjährige Mischungen spezifisch für Sommer- und Winterkulturen sowie eine angepasste einjährige Grundversion für die Nutzung in den Zentralalpen und an der Alpensüdflanke. Bei den mehrjährigen Versionen sind ein Nützlingsstreifen für die offene Ackerfläche, einer für Reben und einer für Obst bewilligt. Alle Firmen bieten Saatgut an. Freude an den farbenfrohen Flicken im Acker haben Produzenten, Wildbienen und Co sowie Spaziergängerinnen aber nur, wenn die Saat gedeiht.

Flächen mit Problemunkräutern meiden

Dazu gibt es einige Tipps: Nützlingsstreifen in der Mitte von Feldern platzieren und Flächen mit Problemunkräutern meiden. Das ist umso wichtiger, weil später die Unkrautbekämpfung mechanisch erfolgen muss. Auch schattige, vernässte oder verdichtete Standorte eignen sich nicht. Was es braucht, ist ein sauberes, gut abgesetztes und nicht zu feines Saatbeet.

Auf kleineren Flächen kann von Hand gesät werden, auf grösseren Flächen ist eine pneumatische Sämaschine die bessere Option. Bei der Breitsaat ist die Chance, dass auch Pflanzenarten mit sehr kleinen Samen keimen können, höher als bei der Drillsaat. Nach der Saat walzen, aber dazu keine Glattwalze verwenden, sonst steigt bei Niederschlag die Verschlämmungsgefahr.

×

Schreibe einen Kommentar

Kommentar ist erforderlich!

Google Captcha ist erforderlich!

You have reached the limit for comments!

Das Wetter heute in

Lesershop

Hier gehts zum Lesershop

Umfrage

Bleibt Ihr der Milchproduktion treu?

48.1 % Ja, produziere weiterhin
26.2 % Nein, werde aussteigen
4.9 % Noch nicht, werde aber einsteigen
8.9 % Ja, kann nicht anders
11.9 % Weiss noch nicht

Teilnehmer insgesamt 470

Zur aktuellen Umfrage

Bekanntschaften

Suchen Sie Kollegen und Kolleginnen für Freizeit und Hobbies? Oder eine Lebenspartnerin oder einen Lebenspartner?