
Bei einer grossen Kartoffelernte werden die überschüssigen Knollen denaturiert und an die Tiere verfüttert. Um zu beweisen, dass die Kartoffeln auch wirklich im Futtertrog landen, muss dies auf Stufe Produzent mit Fotos bezeugt werden.
zvg
Bei einer grossen Kartoffelernte werden die überschüssigen Knollen denaturiert und an die Tiere verfüttert. Dafür gibt es einen Verfütterungsbeitrag von 20 Franken pro 100 Kilo. Damit das Geld fliesst, müssen die Kartoffeln durch einen Mitarbeiter des Qualiservice-Kontrolldienstes überprüft werden. Bis jetzt galt, dass die Kartoffeln dabei mit roter Farbe gekennzeichnet wurden. Nun wurde die Branche von der amtlichen Futtermittelkontrolle aufgefordert, per sofort auf diese Praxis zu verzichten.
Der Grund sei, dass der eingesetzte Lebensmittelfarbstoff keine Zulassung in der Nutztierfütterung habe. Das schreibt Swisspatat, die Branchenorganisation der Kartoffeln, in einem Brief an die Produzenten, den Handel und die Industrie. Es sei nicht davon auszugehen, dass der Farbstoff in den nächsten Wochen eine entsprechende Zulassung erhalten werde, heisst es weiter.
Aus diesem Grund gilt bis zum Ende der Kampagne, also bis Ende Juni 2026, eine neue Regel: Wie bis anhin werden die zu denaturierenden Kartoffeln von einem Qualiservice-Kontrolleur begutachtet, und dieser stellt einen Rapport aus. Um zu beweisen, dass die Kartoffeln auch wirklich im Futtertrog landen, muss dies auf Stufe Produzent mit Fotos und auf Stufe Handel und Industrie mit den entsprechenden Belegen bezeugt werden. Swisspatat kontrolliert das Vorgehen und löst anschliessend die Zahlung der Verfütterungsbeiträge aus.
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