
Die Mykotoxine Deoxynivalenol (DON) wurde in jeder analysierten Probe der Körnermaisernte 2025 nachgewiesen.
Agroscope
Die, aus einem nationalen Netzwerk von 23 Sammelstellen, entnommenen 46 Körnermais-Proben wurden mittels ELISA-Tests auf das Vorkommen der Mykotoxine Deoxynivalenol (DON), Fumonisine (FUM) und Ze-aralenon (ZEN) untersucht. Swiss Granum hat die Resultate veröffentlicht.
Jede Probe ist befallen
Die Körnermaisernte 2025 weist ein mittleres bis erhöhtes DON-Belastungsniveau auf. Das Mykotoxin DON wurde in jeder analysierten Probe nachgewiesen . 61% der analysierten Proben wiesen einen DON-Gehalt zwischen 0.2 und 1 mg/kg auf, 35% lagen zwischen 1 und 2 mg/kg und 4% enthielten über 2 mg/kg. Der Höchstgehalt lag bei 2.46 mg/kg. Der Durchschnitt aller analysierten Proben lag bei 0.95 mg/kg. Somit ist das Belastungsniveau 2025 höher als der Durchschnitt der letzten fünf Jahre (0.70 mg/kg).
Was sind Mykotoxine?
Mykotoxine sind giftige, von Pilzen (Fusarien-Arten) gebildete Stoffwechselprodukte. Sie können bei Menschen und Tieren bereits in tiefen Konzentrationen eine toxische Wirkung zeigen. Aus diesem Grund bestehen Höchstgehalte für Mykotoxine im Lebensmittelsektor und Richtwerte für den Futtermittelsektor. mgt
Tiefe Belastung mit Zearalenon und Fumonisinen
Fumonisine sind Mykotoxine, die vor allem von zwei verschiedenen Fusarien-Arten gebildet werden. 61% der analysierten Proben wiesen keine Belastung oder Gehalte unterhalb der Nachweisgrenze auf. Das Belastungsniveau 2025 liegt deutlich unter dem Durchschnitt der letzten fünf Jahre. Das Mykotoxin ZEN wurde in 96% der analysierten Proben nachgewiesen. Auch für dieses Mykotoxin ist das Belastungsniveau 2025 deutlich tiefer als der Durchschnitt der letzten fünf Jahre.
Richtwerte hängen von zu fütternden Tierart ab
Die Mykotoxin-Richtwerte bei Körnermais, welche für Ergänzungs- und Alleinfuttermittel festgesetzt wurden, hängen von der zu fütternden Tierart ab. Sie sind in den swiss granum-Übernahmebedingungen enthalten. Bei Verdacht empfehlen swiss granum und Agroscope, die fraglichen Posten analysieren zu lassen.