
Tief säen, damit keine Körner an der Oberfläche liegen.
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Die Maissaat steht bevor, und damit stellt sich die Frage, wie die Körner vor Krähen oder Tauben geschützt werden können.
Laut der Fachstelle Pflanzenschutz des Kantons Zürich sind flache Saaten besonders anfällig für Vogelschäden. Für den Maisanbau steht mit Korit 420 FS gebeiztes Saatgut zur Verfügung. Der Wirkstoff Ziram soll einen wirksamen chemischen Schutz vor Vogelfrass bieten. Alternativ ist mit Ibiso behandeltes Maisund Sonnenblumensaatgut erhältlich. Der Bund hat wieder eine Notfallzulassung für den Pfeffer-Extrakt erteilt. Weitere Massnahmen ergänzen die Beizung, die im Bioanbau nicht zugelassen ist.
Das Forschungsinstitut für biologischen Landbau (Fibl) gibt den Tipp, den Mais je nach Boden bis zu 8 cm tief zu säen – und zwar erst spät, um den 10. Mai. Der Mais muss möglichst schnell auflaufen und dem Gefahrenstadium entwachsen. Die Zürcher Fachstelle rät, nach der Saat den Vögeln die Orientierung zu erschweren. Dazu werden die Furchen mit einer Walze eingeebnet, denn eine feinkrümelige Bodenoberfläche ohne sichtbare Drillschlitze bietet ihnen weniger Anhaltspunkte für die Nahrungssuche. Es dürfen keine Körner an der Erdoberfläche liegen, damit Krähen nicht angelockt werden.
Ergänzend können Vergrämungsmassnahmen eingesetzt werden. Doch gewöhnen sich die klugen Vögel rasch an Vogelscheuche und Co, akustische oder visuelle Abwehrmassnahmen wie Knallgeräte, Ballone oder Flatterbänder wirken nur nachhaltig, wenn sie regelmässig umplatziert werden und wenn Lautstärke und Intensität variiert werden.