
Nadine und Urban Dörig, Pächter der Domäne St. Katharinental, freuen sich auf die Besucher und Besucherinnen der Bio-Ackerbautage vom 19. und 20. Juni 2026 in Diessenhofen TG.
Christian Pfister
Inhaltlich geht es an den Bio-Ackerbautagen 2026, die am 19. und 20. Juni in Diessenhofen TG am Rhein stattfinden, in erster Linie um Bodenfruchtbarkeit, neue Anbausysteme und funktionierende Kreisläufe. Organisiert wird der Anlass von Urban und Nadine Dörig von der Domäne St. Katharinental zusammen mit dem Forschungsinstitut für biologischen Landbau (Fibl), der Bio Suisse, dem Bildungs- und Beratungszentrum Arenenberg, Bio Ostschweiz und einem lokalen Organisationskomitee.
Nicht nur für Biolandwirte
Daniel Vetterli, Biolandwirt und SVP-Politiker aus Rheinklingen TG, der das Organisationskomitee zusammen mit seiner Frau präsidiert, ist überzeugt, dass die Themen, die an den Bio-Ackerbautagen behandelt werden, nicht nur Biolandwirte, sondern auch konventionell wirtschaftende Bauersleute und die breite Bevölkerung interessieren. «Mit den vielen Feldversuchen, mit den neuen Anbautechniken und den Maschinenvorführungen treffen wir den Nerv der Zeit», sagt er.
«Mit den Feldversuchen, den neuen Anbautechniken und den Maschinenvorführungen treffen wir den Nerv der Zeit.»
Besucher und Besucherinnen erwartet an den 16 verschiedenen Feldposten eine Mischung aus Feldversuchen mit verschiedenen Anbautechniken, Sorten und Mischungen. Es werden wissenschaftliche Erkenntnisse und viel Praxiswissen vermittelt, etwa zu vielfältigen und überdauernden Begrünungen, zum Anbau von Körnerleguminosen oder zum Getreideanbau. Spezielles Thema ist die Beweidung von Ackerflächen, die auf der Domäne St. Katharinental schon länger praktiziert wird.
KI-gestützte Maschinen
An den Bio-Ackerbautagen werden technische Innovationen gezeigt. Geräte im Bereich Laser- und Präzisionshacktechnik kommen in den Kulturen Karotten und Mais zum Einsatz. Im Fokus stehen KI-gestützte Maschinen. Neuste Landmaschinentechnik – von E-Traktoren über Hackgeräte und Jätroboter – kann in der Ausstellung und an der Hackdemo besichtigt werden. Die Hersteller und Händler stehen zur Verfügung und beantworten Fragen.
Auch diverse Referate werden am Freitag und am Samstag gehalten. Die Landwirtschaft befindet sich mitten im Spannungsfeld zwischen klimatischen, ökologischen und politischen Herausforderungen. Christoph Felgentreu, ein Experte der regenerativen Landwirtschaft, etwa legt dar, dass ein gesunder Boden die Basis für eine zukunftsfähige Landwirtschaft ist und die Einbindung von Zwischenfrüchten in die Fruchtfolge dabei eine zentrale Rolle spielt.
Im Ökolandbau ist die richtige Sortenwahl entscheidend: Möglichst robuste, gut angepasste und gesunde Pflanzen sichern Ertrag und Qualität. Darum setzt sich die Biozüchtung für mehr Sorten- und Kulturpflanzenvielfalt ein. Zwei Züchterinnen, Franca dell’Avo und Miriam Kamp von der Getreidezüchtung Peter Kunz (gzpk), gehen der Frage nach, wofür es eine Biozüchtung braucht. Sie geben Einblick in ihre Arbeit, in die aktuellen Herausforderungen und in die Zukunftsaussichten.
Wie entwickelt sich der Markt?
Welche Ackerkulturen sind gefragt? Welche Trends beobachtet Bio Suisse am Markt? Wie haben sich Fläche und Erträge im Bioackerbau entwickelt? Antworten auf diese Fragen geben Rolf Bernhard, Co-Geschäftsleiter, und Camille Sammali, Produktmanagerin Ackerkulturen von Bio Suisse.
Dass an den beiden Tagen auch die Verpflegung der Besucherinnen und Besucher mit Bioprodukten, vorzugsweise aus der Region, sichergestellt ist, dafür sorgt Käthi Vetterli vom Präsidium des lokalen Organisationskomitees.
10. Bio-Ackerbautage
Die zehnte Ausgabe der Bio-Ackerbautage findet vom 19. – 20. Juni 2026 in Diessenhofen TG statt. Auf den Bio-Ackerbautage werden vielfältige Feldversuche gezeigt. Zudem finden Maschinendemos und Referate statt. ask
=> Hier finden Sie weitere Informationen zu den Bio-Ackerbautage.