Die lancierte Petition soll verhindern, dass Eigenschaften von Tieren und Pflanzen petentiert werden können und somit nicht mehr für jederman zugänglich sind. Die Landwirte gehören dabei zu den Verlierern.
Grosskonzerne wie Monsanto und Syngenta bestimmen je länger je mehr, was wir essen. Das europäische Patentgesetz, das auch Auswirkungen auf die Schweiz hat, macht es möglich, dass diese finanzstarken Konzerne Eigenschaften in Pflanzen und Tieren patentieren lassen können.
Und zwar Eigenschaften, die sie nicht erfunden, sondern lediglich gefunden haben. Sind diese Eigenschaften patentiert, darf mit Sorten, die diese Eigenschaften aufweisen, nicht weiter gezüchtet werden. Davon könnten auch Sorten, welche heute von ProSpecieRara erhalten werden, betroffen sein, und morgen plötzlich für die freie Weiterentwicklung nicht mehr allen zur Verfügung stehen.
Landwirte werden verlieren
Züchter, Landwirte und Konsumentinnen sind die Verlierer dieser Entwicklung. Ein im März gefällter Grundsatzentscheid des Europäischen Patentamtes zu Gunsten von Syngenta, Monsanto und Co. hat eine Lawine von Patenten auf konventionelle Züchtungen zur Folge, die in Kürze erteilt werden sollen.
ProSpecieRara, die Erklärung von Bern und Swissaid engagieren sich deshalb innerhalb der Koalition „No Patents on seeds“, um Patente auf Leben zu verhindern. Zu diesem Zweck wurde nun eine Petition lanciert, um über die Regierungen der Mitgliedsstaaten den nötigen Druck auf den Verwaltungsrat des europäischen Patentamtes auszuüben.
Weitere Informationen: https://www.evb.ch/kampagnen-aktionen/keine-patente-auf-pflanzen-und-tiere/