
Der Sojaanbau gewinnt auch im Kontext des Klimawandels zunehmend an Bedeutung.
FiBL
Auch flächenmässig zählt Österreich mit rund 86’000 Hektar Sojaanbaufläche zu den Spitzenreitern und ist unter den Top 5 in der EU.
«Österreich zählt mittlerweile zu den grössten Sojaproduzenten in der EU. Das zeigt: Die Massnahmen der Österreichischen Eiweissstrategie wirken und leisten einen wichtigen Beitrag zur Versorgungssicherheit sowie zur Stärkung der regionalen Wertschöpfung. Mit einem Bio-Anteil von 36 Prozent spielt die Sojabohne zudem eine zentrale Rolle im biologischen Anbau», betont der österreichische Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig.
Die hohe Erntemenge im Jahr 2025 ist mitunter auf gute Erträge zurückzuführen. Diese resultieren aus einer gelungenen Kombination von optimaler Witterung, professioneller Anbautechnik und Kulturführung, geeigneten Bodenverhältnissen sowie dem Einsatz standortangepasster Sorten. Einen wesentlichen Beitrag leisten dabei die österreichischen Saatgutunternehmen, die seit vielen Jahren erfolgreich Sojabohnensorten züchten, die speziell auf die heimischen Ackerbaustandorte abgestimmt sind.
Der Sojaanbau gewinnt auch im Kontext des Klimawandels zunehmend an Bedeutung. Als Leguminose bindet die Sojabohne Luftstickstoff und reduziert damit den Bedarf an mineralischem Dünger. Das ist ein klarer Vorteil für das Klima, den Boden und die Artenvielfalt. Zudem trägt der heimische Sojaanbau wesentlich zur Erhöhung des Selbstversorgungsgrades mit pflanzlichem Eiweiß bei.
Aus österreichischem Soja werden zahlreiche Produkte für die Futter- und Lebensmittelproduktion hergestellt, darunter Sojaschrot für die Tierfütterung, Sojaöl oder Lebensmittel wie Tofu, Sojadrinks und Tempeh.