Stickstoffbedarf hängt von Sorte ab

Neue wissenschaftliche Erkenntnisse deuten darauf hin, dass bei der Düngung von Kartoffeln noch beträchtliche Optimierungspotentiale schlummern.

Beim Anbau von Kartoffeln sollte die Stickstoffdüngung sortenspezifisch angepasst werden. Dies ist das Ergebnis der Masterarbeit, die Christin Meyer an der Fakultät für Agrarwissenschaften der Georg-August-Universität Göttingen (D) angefertigt hat.

Demnach wirkt sich die Reduzierung der Stickstoffzufuhr nicht grundsätzlich negativ auf den Ertrag und die Qualität der Knollen aus und kann bei bestimmten Sorten die Effizienz der Stickstoffnutzung verbessern. Derweil habe die gesteigerte Stickstoffzufuhr bei Versuchen mit der Speisesorte «Milva» den Trockenmasse- und Stärkegehalt der Knollen sogar gesenkt. Bei den Stärkesorten «Avamond» und «Eurotonda» gebe es diesen Effekt aber nicht.

«Das Thema ist für die Landwirtschaft von grosser Bedeutung, da der Einsatz von Stickstoffdünger im Kartoffelanbau reglementiert ist und ausserdem hohe Kosten verursacht», erklärte Meyer am 29. November in Göttingen. Für Stärkekartoffeln werde häufig eine intensivere Düngung als bei Speisekartoffeln empfohlen, obwohl ihre Stickstoffnutzungseffizienz eher gering sei, resümierte sie.

Laut Betreuer Marcel Naumann reagieren Kartoffelsorten unterschiedlich auf eine reduzierte Stickstoffdüngung. «Für eine Verallgemeinerung der Ergebnisse ist eine Absicherung durch mehrjährige Versuche an verschiedenen Standorten notwendig», hob er hervor. Meyers Arbeit wurde von der Fördergemeinschaft der Kartoffelwirtschaft ausgezeichnet.

Ihre Analysen sind Bestandteil erster Untersuchungen im Rahmen des von der Fachagentur für nachwachsende Rohstoffe (FNR) geförderten Projekts «Potentiale zur Steigerung der Nährstoffeffizienz und zur Reduzierung der Stickstoffemissionen bei Stärkekartoffeln» (POTENZION).

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