Auf die Vorteile und den hohen Nutzen des kontrolliert integrierten Anbaus hat die Fachgruppe Gemüsebau im Bundesausschuss Obst und Gemüse (BOG) hingewiesen. Eine neue Studie von Agrarökonomen der Universitäten Cambridge und Oxford bescheinigt dem integrierten Gartenbau eine hervorragende Energiebilanz.
Dies sehe man als Ansporn, die kontrolliert integrierten Anbaumethoden immer weiter zu verbessern, erklärte der BOG-Vorsitzende GerhardSchulz vergangene Woche.
Die Studie relativiere zudem die weit verbreitete Meinung, dass Bioanbau gleichzusetzen sei mit einer optimalen Energie- und Klimabilanz. Sie mache deutlich, dass der Biolandbau im Gegensatz zu den anderen Anbaumethoden eine weitaus grössere Fläche benötige, um auf die gleiche Menge der Lebensmittel zu kommen, die mit anderen Anbauarten produziert würden. Integriert oder konventionell arbeitende Betriebe seien demnach in der Lage, auf der gleichen Anbaufläche den doppelten Ertrag wie im Biolandanbau zu erwirtschaften, stellte Schulz fest.
Hinzu komme, dass der konventionelle und integrierte Anbau in der energetischen CO2-Gesamtbilanz viel besser abschneide als der Biolandbau. Anbauer, die kontrolliert integriert arbeiteten, verzichteten zwar nicht grundsätzlich auf künstlich erzeugten Stickstoffdünger oder auf Pflanzenschutzmittel, setzten jedoch andererseits möglichst wenige dieser Mittel ein und verwirklichen geschlossene Nährstoffkreisläufe.