
Bei vielen Landwirten blieben die Rüben in diesem Jahr länger auf dem Feld liegen. Die Entschädigung für mögliche Einbussen ist nun geregelt.
zvg
Die Zuckerrübenkampagne 2025/26 dauerte deutlich länger als üblich und reichte bis Februar 2026. Hauptgründe waren die hohen Erträge sowie der Ausfall des Kalkofens in Frauenfeld, der die Verarbeitung zusätzlich verzögerte. -> Kampagnenende: 1’987’235 t Zuckerrüben
«Die überwiegende Mehrheit der Pflanzerinnen und Pflanzer zieht dennoch eine positive Bilanz mit Rekorderträgen und einem besonders attraktiven Erlös pro Hektare», wie die Interprofession SZU mitteilt. Benachteiligt waren hingegen jene Betriebe, deren Rüben erst gegen Ende der Kampagne, also im Februar, verarbeitet wurden. In dieser Phase nahmen Qualität und Zuckergehalt der Rüben ab.
Entschädigung mit Zuschlägen und ohne Qualitätsabzüge
Für den endgültigen Abschluss dieser verlängerten Verarbeitungskampagne 2025/26 wurde von der Interprofession nun gemeinsam eine tragfähige Lösung gefunden. So werden für alle Lieferungen ab 7. Januar in Aarberg und 19. Januar 2026 in Frauenfeld keine Abzüge aufgrund eines tiefen Zuckergehalts vorgenommen. «Zudem wird im gleichen Zeitraum die bereits bestehende Spätlieferprämie für Rübenlieferungen mit einem Zuckergehalt von 15 Prozent und höher täglich um 10 Rappen pro Tonne reine Rüben erhöht», heisst es.
-> Rübenkampagne zwischen Schock und Erfolg
Der Entscheid sei im Rahmen der Interprofession getroffen worden, in der sowohl Produzentenvertreter als auch die Schweizer Zucker AG eingebunden sind. Das Ziel bestand darin, eine faire und tragfähige Lösung für alle Beteiligten zu finden. Die Verantwortlichen zeigen sich überzeugt, mit diesen Massnahmen eine pragmatische Antwort auf die besondere Situation zu geben und die Leistungen der Produzentinnen und Produzenten angemessen zu würdigen.