Wärmer und weniger Regen

Neuste wissenschaftliche Untersuchungen bestätigen die bisherigen Klimatrends: Besonders im Sommer ist mit heisseren und trockeneren Bedingungen zu rechnen. Dies hätte einschneidende Auswirkungen auf den Pflanzenbau

Neuste wissenschaftliche Untersuchungen bestätigen die bisherigen Klimatrends: Besonders im Sommer ist mit heisseren und trockeneren Bedingungen zu rechnen. Dies hätte einschneidende Auswirkungen auf den Pflanzenbau

In den nächsten 100 Jahren dürften in der Schweiz die Temperaturen wohl weiter ansteigen. Je nach Entwicklung der Klimagasemissionen könnte es etwa im Sommer um bis zu vier Grad wärmer werden als in den letzten 30 Jahren.  Auch bei den Niederschlägen ist in Zukunft ein Wandel zu erwarten. Je nach Emissionsentwicklung ist vor allem nördlich der Alpen im Sommer mit bis zu 20 Prozent weniger Regen zu rechnen.  
«Klimaszenarien sind keine endgültigen Prognosen»

Dies geht aus den neuesten Klimaszenarien hervor, die von der ETH Zürich von der «CH2011»-Initiative präsentiert wurden. Sie bestätigen damit im Grossen und Ganzen die Tendenzen der letzten Klimaszenarien von 2007. An den CH2011-Szenarien waren Forscher von fünf Forschungsinstitutionen beteiligt.

«Klimaszenarien sind keine endgültigen Prognosen», sagt Reto Knutti vom Institut für Atmosphäre und Klima der ETH Zürich. «Aber sie können nützlich sein, wenn man die möglichen Entwicklungen anhand von bestimmten Ausgangsbedingungen abschätzen will.» Die Klimaszenarien CH2011 gehen von drei verschiedenen Emissionsszenarien aus: einem starken Anstieg der Emission wie in den letzten Jahrzehnten, einem gemässigten Anstieg und einer Abnahme der Emissionen.

Apfelwickler mit dritter Generation

Basierend auf diesen Szenarien haben die Forscher globale Klimamodelle berechnet und die erhaltenen Daten in regionale Modelle eingespeist. Daraus haben sie mögliche lokale Temperatur- und Niederschlagsprognosen berechnet. Diese Resultate seien  ussagekräftiger als die der letzten Szenarien von 2007, sagen die Forscher, weil sie eine höhere Auflösung der Daten verwenden. Bemerkenswert ist, dass auch beim optimistischen Szenario, einem Rückgang der Klimagasemissionen, die Bedingungen tendenziell wärmer und trockener werden.

Heissere Sommer mit weniger Niederschlag hätten einen grossen Einfluss auf die Landwirtschaft: Bewässerung etwa würde an Bedeutung gewinnen, das Getreide müsste in der Zeit der Abreife mit weniger Wasser auskommen, Insektenschädlinge würden günstigere Bedingungen vorfinden. Studien von Agroscope ACW etwa  ergaben, dass, basierend auf den Daten der CH2011-Szenarien, der Apfelwickler in Zukunft verbreitet eine dritte Generation pro Jahr bilden könnte.

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