Wildschweine verursachen hohe Schäden

Dieses Jahr richten in der Schweiz Wildschweine hohe Schäden an landwirtschaftlichen Kulturen an. Jäger und Bauern fordern eine Lockerung der Jagdvorschriften.

blu/lid |

Dieses Jahr richten in der Schweiz Wildschweine hohe Schäden an landwirtschaftlichen Kulturen an. Jäger und Bauern fordern eine Lockerung der Jagdvorschriften.

Im ersten Halbjahr 2013 haben laut der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Landfreund alleine im Kanton Aargau Wildschweine Schäden in der Höhe von 600‘000 Franken verursacht. Der Feldbau verkomme vom Thurgau bis nach Genf nördlich der Autobahn A1 zunehmend zur Lotterie. Kantonale Entschädigungen würden meist nicht ausreichen, um den gesamten Schaden abzudecken.

Wildschweine sind jedoch nur schwer zu bejagen. Um die Jagd aber zu intensivieren fordern fordern Bauern und Jäger vielerorts eine Lockerung der Jagdvorschriften wie beispielsweise eine Verkürzung der Schonzeit oder ein weniger rigides Nachtjagdverbot. "Der Bund ist davon allerdings wenig begeistert", schreibt der Landfreund. Der Bund setze vielmehr auf die spezielle Ausbildung von Jagdhunden für den Kampf gegen die Wildschweine.

Einig sich aber sämtliche Beteiligte, dass zur Lösung der Wildschwein-Problematik die Jäger stärker in die Pflicht genommen werden müssen. Erste Ansätze gibt es bereits: Im Kanton Aargau müssen die Jäger bei grossen landwirtschaftlichen Schäden und ungenügender Jagdintensität seit kurzem einen grossen Teil des Schadenersatzes selbst berappen.

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