Dämmplatten aus Sonnenblumenstängeln

Um die Nebenprodukte der Sonnenblumenölherstellung zu verwerten, haben Wissenschaftler des „Nationalen Instituts für Wissenschaft und Technologien für Umwelt und Landwirtschaft“ (Irstea) in Frankreich ein Verfahren entwickelt, mit dem sich ein neuer Dämmstoff herstellen lässt.

Um die Nebenprodukte der Sonnenblumenölherstellung zu verwerten, haben Wissenschaftler des „Nationalen Instituts für Wissenschaft und Technologien für Umwelt und Landwirtschaft“ (Irstea) in Frankreich ein Verfahren entwickelt, mit dem sich ein neuer Dämmstoff herstellen lässt.

Dabei haben die Forscher den Angaben zufolge die Sonnenblumenstängel gepresst und den daraus gewonnenen Teig mit dem natürlichen Bindemittel Chitosan gemischt. Durch Trocknung und Komprimierung ließen sich daraus Dämmstoffplatten herstellen, die eine niedrige Wärmeleitfähigkeit aufweisen, teilt das Institut mit.

Die Wissenschaftler bezeichneten das mechanische Verhalten des Materials als bemerkenswert. Allerdings könnten die akustischen, thermischen und mechanischen Merkmale noch durch eine Anpassung der Zusammensetzung verbessert werden. Die Forscher suchen industrielle Partner, um den neuen Dämmstoff weiterzuentwickeln. In Frankreich wurden 2014 Sonnenblumen laut dem Statistischen Dienst des Pariser Landwirtschaftsministeriums auf rund 657'000 ha angebaut.

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