Dürre: Risiko und Kosten steigen

Dürren treten weltweit immer häufiger und heftiger auf. Zwar ist die Landwirtschaft der am stärksten betroffene Sektor, doch die wirtschaftlichen Auswirkungen gehen weit über diesen hinaus.

Das geht aus einem am 17. Juni vorgestellten Bericht der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hervor. Laut dem «Global Drought Outlook» hat sich zwischen 1900 und 2020 die von Dürren betroffene globale Landfläche verdoppelt.

Damit sind auch die Kosten gestiegen. Allein in Kalifornien verursachte die Dürre 2021 landwirtschaftliche Verluste in Höhe von 1,1 Mrd. US-Dollar (885 Mio. Fr.). Die OECD prognostiziert, dass eine durchschnittliche Dürre im Jahr 2035 mindestens 35% mehr kosten wird als heute. Ausserdem weist die Organisation auf die gesundheitlichen Folgen hin. «Obwohl Dürren nur 6% aller Naturkatastrophen ausmachen, verursachen sie 34% aller katastrophenbedingten Todesfälle», heisst es im Bericht.

Der Klimawandel ist der Analyse zufolge der Haupttreiber, indem er die Dürregebiete vergrössert und die Auswirkungen auf Bevölkerung und Wirtschaft verschärft. Angesichts dieser Entwicklung empfiehlt die OECD sektorübergreifendes Handeln. «Um den wachsenden Dürrerisiken zu begegnen und die Auswirkungen auf Ernährungssicherheit, Gesundheit, Energie, Verkehr, Landwirtschaft, Frieden und Sicherheit abzumildern, bedarf es koordinierter politischer Massnahmen auf allen Regierungs-, Sektor- und Länderebenen», unterstrich OECD-Generalsekretär Mathias Cormann.

Unter anderem eine nachhaltige Landnutzung, die Wiederherstellung von Ökosystemen und adaptive landwirtschaftliche Praktiken können laut Cormann dazu beitragen, Wasser im Boden zu halten, Wasserkreisläufe zu regulieren und die Widerstandsfähigkeit zu stärken. Neben effizienteren Bewässerungssystemen sollte auch der Anbau von dürretoleranten Nutzpflanzen weiter vorangetrieben werden.

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