Erbgut der Zuckerrübe ist entschlüsselt

Zuckerrüben decken fast ein Drittel des weltweiten Zuckerbedarfs. Jetzt haben Wissenschaftler das komplette Erbgut dieser wichtigen Kulturpflanze entschlüsselt. Neue Sorten lassen sich jetzt schneller und einfacher züchten, wie ein deutsch-spanisches Forscherteam berichtet.

sda/dpa |

Zuckerrüben decken fast ein Drittel des weltweiten Zuckerbedarfs. Jetzt haben Wissenschaftler das komplette Erbgut dieser wichtigen Kulturpflanze entschlüsselt. Neue Sorten lassen sich jetzt schneller und einfacher züchten, wie ein deutsch-spanisches Forscherteam berichtet.

Knapp 20 Forscher hatten rund sechs Jahre lang an der Entschlüsselung des Zuckerrüben-Erbguts gearbeitet. Nun veröffentlichen sie die Resultate im Fachjournal «Nature». Die Kulturpflanze gehört weltweit zu den wichtigsten Zuckerlieferanten und ist auch eine wichtige Quelle für Tierfutter und die Bioethanolproduktion.

Zuckeranteil markant erhöht

Die Zuckerrübe wird laut Heinz Himmelbauer vom Max-Planck-Institut für molekulare Genetik in Berlin und vom Zentrum für Genregulation in Barcelona schon seit etwa 200 Jahren gezüchtet. In dieser Zeit sei der Zuckeranteil von 8 auf 18 Prozent gestiegen.

Mit der Entschlüsselung des kompletten Genoms sei es jetzt einfacher, positive Eigenschaften wie Krankheitsresistenzen aus Wildrüben in moderne, ertragreichere Linien einzuzüchten. «Das ist viel effektiver, wenn man das Genom kennt.»

Sind Wildrüben sehr ähnlich

Von Wildrüben hätten die Forscher zwar nicht das vollständige Genom entschlüsselt. «Aber sie sind sich doch sehr ähnlich. Es ist die gleiche Spezies», sagte Himmelbauer mit Blick auf Kultur- und Wildpflanze. In der Systematik der Blütenpflanzen gehört die Zuckerrübe zur Gruppe der Nelkenartigen. Aus dieser Gruppe sei die Rübe die erste, deren Erbgut vollständig analysiert wurde, sagte Himmelbauer.

In der Schweiz produzierten 6000 Landwirte im Jahr 2012 knapp 1,7 Millionen Tonnen Zuckerrüben, aus denen rund 250'000 Tonnen Zucker hergestellt wurden. Damit deckt die Schweiz etwa zwei Drittel ihres Bruttoverbrauchs, der 2012 gut 360'000 Tonnen betrug.

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