Fischzucht und Pflanzenproduktion kombiniert

Ein nahezu emissionsfreies und zudem wassersparendes System, das Fisch- und Pflanzenproduktion kombiniert, haben Wissenschaftler des norwegischen Forschungsinstituts Bioforsk entwickelt.

AgE/blu |

Ein nahezu emissionsfreies und zudem wassersparendes System, das Fisch- und Pflanzenproduktion kombiniert, haben Wissenschaftler des norwegischen Forschungsinstituts Bioforsk entwickelt.

Wie das Osloer Landwirtschaftsministerium vergangene Woche berichtete, handelt es sich bei dem Verfahren um einen geschlossen Kreislauf, bei dem die Rückstände der Fischerzeugung die Nährstoffe für die Pflanzenproduktion liefern, während diese wiederum das Wasser für die Fische filtern und damit recyceln.

Das sogenannte Aquaponiksystem der Bioforsk-Forscher ist laut Agrarressort besonders kompakt und kommt zudem fast ohne die Zufuhr von Frischwasser aus. Ersetzt werden müsse praktisch nur der Teil an Wasser, der durch Verdunstung und Entnahme von Fischen und Kulturpflanzen aus dem System verschwinde, so das Ministerium.

Im Gegensatz zu bisherigen Aquaponikanlagen, die meist auf regelmässige Frischwasserzufuhr angewiesen seien, eigne sich der neue Typ daher auch für Länder mit trockenen Klimabedingungen und könne so einen zusätzlichen Beitrag zur Nahrungsmittelversorgung in solchen Regionen leisten.

In der Schweiz gibt es eine Aquaponic-Anlage in Basel. Diese wird von Urban Farmers betrieben. Wissenschaftliche Unterstützung erhält das Projekt durch die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften.

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