Futterzusatz reduziert Methan

Die Zugabe von 3-Nitrooxypropanol zum Futter von Milchkühen kann die Methanemission der Tiere um etwa 25 % senken. Das ist nach Angaben der Pennsylvania State University das Ergebnis einer Studie des Lehr- und Forschungszentrums für Milch an der Hochschule.

Die Zugabe von 3-Nitrooxypropanol zum Futter von Milchkühen kann die Methanemission der Tiere um etwa 25 % senken. Das ist nach Angaben der Pennsylvania State University das Ergebnis einer Studie des Lehr- und Forschungszentrums für Milch an der Hochschule.

Das 3-Nitrooxypropano (3-NOP) hemme ein Enzym, das für das Endstadium der Methansynthese im Pansen einer Kuh entscheidend sei, erklärte der an der Studie beteiligte Experte für Tierernährung Professor Alex Hristov. Nach seinen Angaben verringerte sich bei Kühen, die 3-NOP einnahmen, im Vergleich zur Kontrollgruppe die tägliche Methanemission um ein Viertel, ohne Einfluss auf die Laktationsleistung der Kühe zu nehmen.

Zudem habe sich die Futtereffizienz pro Einheit Milchleistung erhöht. Die sensorischen Eigenschaften der Milch oder des daraus hergestellten Käses seien durch den Futterzusatzstoff nicht beeinflusst worden. „3-NOP ist die einzige Substanz, die bei der Reduzierung von enterischem Methan bei Rindern eine signifikante Rolle gespielt hat und keine inakzeptablen Auswirkungen auf die Milchproduktion oder -qualität hatte“, berichtete Hristov. Es sei auch eine ganze Reihe von anderen Zusätzen wie ätherische Öle, Oregano oder Algen ausprobiert worden, die aber langfristig unwirksam gewesen seien oder noch weiter untersucht werden müssten.

Ein Patent

Die Forschung der Penn State University einschliesslich anderer abgeschlossener oder derzeit laufender Studien sei ein entscheidender Schritt im Genehmigungsverfahren für eine Zulassung von 3-NOP in den USA und auf der ganzen Welt, betonte der Wissenschaftler. Das niederländische Unternehmen Koninklijke DSM N.V. besitze ein Patent auf 3-NOP und habe bereits bei den europäischen Regulierungsbehörden die Genehmigung zum Verkauf des Wirkstoffs als Viehfutterzusatz beantragt.

Das Unternehmen hoffe, das Produkt bis Anfang 2021 in der Europäischen Union einführen zu können, gefolgt von Zulassungen in anderen Regionen wie Brasilien, Australien, Neuseeland und Kanada. Die Anwendung von 3-NOP als Futterzusatzstoff dürfte laut Hristov für die Landwirte wirtschaftlich sein, so dass ein deutlicher Beitrag zur Verringerung der Treibhausgasemissionen geleistet werden könne.

Kommentare (1)

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  • Daniel | 02.12.2020
    Herzlichen Dank für Ihren Artikel zum Thema Futterzusatz. Meine Mutter ist eine Landwirtin und möchte vor Allem bei ihrer Rinderproduktion auf Nachhaltigkeit setzen. Es ist gut zu wissen, dass die Zugabe von 3-Nitrooxypropanol zum Futter die Methanemission um ca. 25% senken kann.

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