
Der Neuntöter ist ein typischer Bewohner strukturreicher Kulturlandschaften und benötigt Hecken, Dornensträucher sowie extensiv genutzte Wiesen als Brut- und Jagdlebensraum.
Marcel Burkhardt
Mit dem Projekt «Biodiversität im Flug» unterstützen die Projektpartner Landwirtinnen und Landwirte dabei, Lebensräume für typische Vogelarten wie Feldlerche, Stieglitz oder Neuntöter gezielt zu verbessern.
Im Fokus stehen die ökologische Aufwertung und die Vernetzung von Biodiversitätsförderflächen, etwa durch blumenreiche Wiesen, Brachen, Säume sowie Hecken und Buschgruppen. Entscheidend sei dabei nicht nur die Fläche, sondern vor allem deren Qualität und standortgerechte Gestaltung.

Der Distelfink (Stieglitz) ist auf blüten- und samenreiche Wiesen, Brachen und Ackerrandstreifen angewiesen, wo er vor allem Samen von Disteln und anderen Wildpflanzen findet.
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Biodiversität im Unterricht
Neben der landwirtschaftlichen Praxis richtet sich das Projekt auch an Schulen. Das bestehende Biodiversitätsdossier von «Schule auf dem Bauernhof» und Agriscuola wird um den Schwerpunkt «Vögel im Kulturland» erweitert. Zusätzlich entstehen Unterrichtsmaterialien, damit Lehrpersonen das Thema im Unterricht behandeln können. Ziel ist es, Kindern und Jugendlichen die Bedeutung artenreicher Lebensräume näherzubringen – idealerweise bei einem Besuch auf einem Landwirtschaftsbetrieb.
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Thema: Hecken, Trockenmauern & Co. Wann: Donnerstag, 19. November 2026, 19:00–19:45 Uhr Programm:
Dominik Füglistaller, HAFL: Anbau und Pflege von Hecken Ursin Gustin, Landwirt: Erfahrungsbericht Fragen & Diskussion Melde dich an: Anmeldeformular
Weitere Informationen unter www.biodiversitaet-im-flug.ch
Das auf mindestens drei Jahre angelegte Projekt wird in Deutsch, Französisch und Italienisch umgesetzt. Finanziell unterstützt wird es von der Stiftung für eine nachhaltige Ernährung durch die Schweizer Landwirtschaft, dem Coop Fonds für Nachhaltigkeit und UFA-Samen.

Kulturland ist gleichzeitig auch Lebensraum.
Simon Hohl