Damit der Kaffee besser schmeckt, sollte man die Bohnen vor dem Mahlen kühlen, sagen Forscher der britischen Universität Bath. Denn je kälter die Bohnen, desto feiner das Pulver.
Die Wissenschaftler um Christopher Hendon untersuchten, welchen Effekt es hat, Kaffeebohnen bei unterschiedlichen Temperaturen zu mahlen, von Raumtemperatur bis minus 196 Grad. Dabei stellten sie fest: Je kälter die Bohnen, desto gleichmässiger und feiner die Partikel im Kaffeepulver. Das vergrössert wiederum die Oberfläche und führt beim Kaffeebrühen dazu, dass sich mehr Geschmacksstoffe aus den Partikeln lösten. Man könnte also den Kaffee kürzer brühen oder mehr Kaffee aus der gleichen Menge Pulver gewinnen.
Das mache das Kaffeebrühen allerdings nicht unbedingt einfacher, gibt Hendon zu bedenken. «Kleine Änderungen in der Partikelgrösse machen einen Riesenunterschied für die Extraktionsrate. Es würde mich nicht wundern, wenn Leute es schwierig fänden, eine ausgewogene Extraktion hinzubekommen.»
Dennoch glauben die Forscher, dass ihre Erkenntnisse, die sie im Fachblatt «Scientific Reports» veröffentlicht haben, für die Industrie von grosser Bedeutung sein könnte. Da man mit recht leistungsstarken Werkzeugen eine immer bessere Qualität erreichen wolle, sei die Industrie durchaus bereit, neues auszuprobieren.