Mit GV-Soja bald Viruserkrankungen bekämpfen?

In der Bekämpfung von Viruserkrankungen wie zum Beispiel der Immunschwäche AIDS könnte Soja vielleicht in Zukunft eine wichtige Rolle spielen.

In der Bekämpfung von Viruserkrankungen wie zum Beispiel der Immunschwäche AIDS könnte Soja vielleicht in Zukunft eine wichtige Rolle spielen.

Am staatlichen Forschungsinstitut Embrapa in Brasilien wird derzeit an der Entwicklung einer gentechnisch veränderten Sojasorte gearbeitet, die das antiviral wirkende Protein Cyanovirin-N (CVN) in grösseren Mengen produziert. Das hat die Stiftung zur Forschungsförderung im Bundesstaat São Paulo (Fapesp) kürzlich mitgeteilt.

In der medizinischen Forschung ist bereits seit längerem bekannt, dass das ursprünglich von Cyanobakterien produzierte CVN an die Aussenseite von Viren bindet und diese damit am Eindringen in menschliche Zellen hindert. CVN könnte nach Überzeugung von Medizinern daher zum Beispiel in Cremes oder Sprays infektionsvorbeugend angewendet werden.

Wie Fapesp hervorhob, ist es bislang aber schwierig, CVN in grösseren Mengen herzustellen. Nun habe man am Embrapa das Gen, das in den Bakterien die Synthese von CVN steuere, in das Genom von Sojapflanzen eingebaut. Deren Bohnen enthielten CVN, das durch ein spezielles Verfahren extrahiert werden könne, berichtete Fapesp. Bisher liefere 1 kg Bohnen etwa 2 g CVN. Ziel sei es, die Ausbeute aus 1 kg Sojabohnen auf 5 g CVN zu erhöhen.

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