Naturschutz: Umdenken gefordert

Nicht die Seltenheit einer Art sollte für Naturschutzmassnahmen ausschlaggebend sein, sondern ihre Bedeutung für das jeweilige Ökosystem, fordern Forschende der Eawag und der Uni Zürich in einem Fachartikel. Durch einen solchen Paradigmenwechsel könnte die Artenvielfalt besser erhalten werden, sind sie überzeugt.

Nicht die Seltenheit einer Art sollte für Naturschutzmassnahmen ausschlaggebend sein, sondern ihre Bedeutung für das jeweilige Ökosystem, fordern Forschende der Eawag und der Uni Zürich in einem Fachartikel. Durch einen solchen Paradigmenwechsel könnte die Artenvielfalt besser erhalten werden, sind sie überzeugt.

Trotz umfangreicher Schutzbemühungen geht die Artenvielfalt weltweit immer weiter zurück. Ein Grund dafür sei, dass Naturschutzmassnahmen zu wenig zielführend und effizient seien, konstatieren die Forschenden um Eric Harvey vom Wasserforschungsinstituts  Eawag in einem Kommentar im Fachblatt «Journal of Applied Ecology».

Die heutigen Konzepte beruhen demnach meist auf dem Schutz seltener und gefährdeter Arten und nicht darauf, wie relevant diese Arten für die Integrität des Ökosystems sind, schrieb die Eawag am Dienstag in einer Kurzmitteilung zu dem Fachartikel. Deshalb plädieren die Wissenschaftler für einen Paradigmenwechsel, der sich den Erhalt wichtiger ökologischer Netzwerke in einem Ökosystem zum Ziel setzt. Statt einzelne Arten gelte es also, Wechselbeziehungen zwischen Arten zu schützen, die das Funktionieren des Ökosystems sicherstellen.

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