
Auch bestimmte Pflanzenschutzmittel enthalten Ewigkeitschemikalien oder bilden PFAS wie Trifluoressigsäure (TFA) als Abbauprodukt.
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Die nachträgliche Beseitigung sogenannter Ewigkeitschemikalien aus der Umwelt könnte Europa jährlich bis zu umgerechnet rund 183 Mrd. Franken kosten. Dennoch liesse sich damit nur ein Bruchteil der laufenden Emissionen erfassen. Deutlich günstiger und wirksamer wäre es deshalb, den Eintrag per- und polyfluorierter Alkylsubstanzen (PFAS) von vornherein zu vermeiden. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie, die in der Fachzeitschrift «Environmental Science: Processes & Impacts» veröffentlicht wurde.
Auch PFAS in Pflanzenschutzmittel
PFAS sind aufgrund ihrer chemischen Struktur äusserst langlebig. Viele der deshalb als Ewigkeitschemikalien bezeichneten Substanzen gelten als umwelt- oder gesundheitsschädlich. Eingesetzt werden sie unter anderem in Kochgeschirr, Lebensmittelverpackungen, Feuerlöschschäumen und Kältemitteln.
Auch bestimmte Pflanzenschutzmittel enthalten Ewigkeitschemikalien oder bilden PFAS wie Trifluoressigsäure (TFA) als Abbauprodukt. Der herbizide Wirkstoff Flufenacet wurde beispielsweise im vergangenen Jahr nicht erneut zugelassen, auch unter Verweis auf die gesundheitsschädliche Wirkung von TFA.
Zwei Sanierungsszenarien untersucht
Für die Studie berechneten die Autoren die Kosten zweier Sanierungsszenarien. Grundlage waren öffentlich zugängliche Daten zu belasteten Standorten, Angaben zu Sanierungskosten und Einschätzungen zur technischen Umsetzbarkeit.
Das erste Szenario betrifft vor allem bereits freigesetzte, langkettige PFAS, deren Verwendung in Europa weitgehend reguliert ist. Unter der Annahme, dass keine weiteren PFAS in die Umwelt gelangen, veranschlagen die Forscher die jährlichen Kosten für die Sanierung auf umgerechnet 1 Mrd. bis 5.5 Mrd. Franken.
Das zweite Szenario schliesst auch neuere, kurz- und ultrakurzkettige PFAS wie TFA sowie weitere Eintragspfade ein. Dazu zählen unter anderem gereinigtes Abwasser und Klärschlamm. Die laufende Beseitigung dieser Stoffe würde den Berechnungen zufolge jährlich zwischen umgerechnet 47.5 Mrd. und rund 183 Mrd. Franken kosten.
Lieber Emissionen an der Quelle begrenzen
Trotz des hohen Aufwands könnten damit aber lediglich 3 bis 50 Tonnen PFAS pro Jahr entfernt werden. Dies entspräche selbst im weitreichendsten Szenario weniger als 2% der derzeitigen Emissionen, so die Forscher. Denn der Großteil der Stoffe sei bereits zu grossflächig in Wasser, Böden und Ökosystemen verteilt, um ihn mit den verfügbaren Verfahren wirtschaftlich zurückzugewinnen.
Besondere Schwierigkeiten bereiten laut den Autoren ausgerechnet ultrakurzkettige Verbindungen wie TFA. Wie in der Studie ausgeführt wird, lassen diese sich mit gängigen Aufbereitungsverfahren nur schwer entfernen. Ihre stärkere Berücksichtigung treibt die errechneten Sanierungskosten in diesem Szenario erheblich in die Höhe.
Die Wissenschaftler sprechen sich deshalb dafür aus, PFAS-Emissionen vorrangig an der Quelle zu begrenzen. Sanierungsmaßnahmen blieben zwar an stark belasteten Standorten und zum Schutz der Trinkwasserversorgung notwendig. Eine umfassende Lösung für die europaweite PFAS-Belastung könnten sie jedoch nicht bieten.
Den Bauern wurde empfohlen mit Klärschlamm zu düngen, so konnte dieser günstig entsorgt werden!
Zudem aufhören mit der Panikmache!
Die letzten 50 Jahre war es kein Thema, weil man nichts von PFAS wusste!