Phosphordüngung: Grosses Sparpotenzial

Eine EU-Studie zeigt, dass sich der Einsatz von Phosphordünger in der Landwirtschaft um bis zu 21 % senken liesse, ohne die Erträge zu mindern – besonders in Nordeuropa.

In der Europäischen Union besteht noch erhebliches Potenzial, die Düngung mit Phosphor zurückzufahren. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die von der Gemeinsamen Forschungsstelle der EU-Kommission in Zusammenarbeit mit internationalen Wissenschaftlern veröffentlicht wurde.

Demnach könnten die P-Einträge auf den landwirtschaftlichen Nutzflächen der Gemeinschaft pro Jahr um bis zu 21 % verringert werden, ohne dass nachteilige Effekte auf die Erträge zu erwarten sind. Laut den Wissenschaftlern bestehen regional allerdings erhebliche Unterschiede. Spielraum für eine Verringerung des Phosphoraufwandes soll vor allem in Nordfrankreich, Flandern, den Niederlanden, Deutschland, Dänemark, Polen und Irland bestehen.

Methodik der Untersuchung

Zur Ermittlung des P-Verringerungspotenzials haben die Wissenschaftler niedrige, optimale und hohe Phosphorkonzentrationen im Boden definiert. Anschliessend wurden über modellierte P-Bilanzen des Bodens Annahmen zum langfristigen Verbleib des Nährstoffs getroffen. Das erlaubte Rückschlüsse darauf, auf welchen landwirtschaftlichen Flächen ein Aufbau oder eine Beibehaltung der P-Konzentrationen im Boden stattfindet.

Die Forscher weisen darauf hin, dass die erforderlichen P-Ausbringungsmengen zwischen und innerhalb der EU-Mitgliedstaaten derzeit sehr unterschiedlich seien. Daher sei es erforderlich, klare Ziele und Strategien zum Nährstofftransport zwischen den Mitgliedstaaten festzulegen. Welche Strategie zur P-Reduzierung letztlich am besten geeignet sei, hänge allerdings stark von den Eigenschaften des jeweiligen Bodens ab.

Empfehlungen für Politik und Praxis

Zugleich machen die Wissenschaftler Vorschläge für Verbesserungen bei Unsicherheiten in vorhandenen Daten und Berechnungsmodellen. Das soll politische Entscheidungsträger und Landbewirtschafter dazu anleiten, gewünschte Werte für die P-Ausbringungsmengen festzulegen, um so landwirtschaftliche und ökologische Ziele in Einklang zu bringen.

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