Zellwände bilden bei Pflanzen ein stabiles Gerüst, das die Zellen stützt und den Pflanzen ermöglicht, Witterungseinflüssen wie Wind zu trotzen. Doch wie können sie trotz dieser festen Struktur wachsen?
Schon länger war bekannt, dass das Wachstumshormon Auxin den pH-Wert in den Zellwänden senken und sie so weicher machen kann. Nun haben Forscher von der University of California in Riverside (USA) gezeigt, wie genau es das tut.
Demnach spielt dafür ein Protein eine wichtige Rolle, das eine Protonenpumpe aktiviert. Diese pumpt daraufhin Protonen in die Region der Zellwand. In der Folge wird der pH-Wert niedriger und die stabilisierenden Verbindungen zwischen den Zellulosemolekülen der Zellwand lösen sich zum Teil auf. Dadurch können sich die Zellen ausdehnen. Die zusätzlichen Protonen in der Zellwand treiben zudem die Wasseraufnahme in den Zellen voran, wodurch sich der Innendruck erhöht.
