Bonus soll den Bauern einen Bonus bringen

Rotklee ist ein wichtiger Partner in Klee-Gras-Mischungen. Er läuft rasch auf, unterdrückt Unkräuter und liefert früh den ersten Ertrag. Aus Versuchen mit 54 Sorten kann Agroscope deren neun für den Futterbau empfehlen.

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Rotklee ist ein wichtiger Partner in Klee-Gras-Mischungen. Er läuft rasch auf, unterdrückt Unkräuter und liefert früh den ersten Ertrag. Aus Versuchen mit 54 Sorten kann Agroscope deren neun für den Futterbau empfehlen.

Moderne Zuchtsorten des ertragreichen und raschwüchsigen Rotklees (Trifolium pratense L.) spielen eine zentrale Rolle in Klee-Gras-Mischungen. Die hohen Erträge gehen aber, verglichen mit Wildformen, auf Kosten einer deutlich beschränkten Ausdauer. Typen, die kaum mehr als einen Winter überstehen, werden als «Ackerklee» bezeichnet. Ausdauernde Typen, wie sie sich in der Schweiz herausgebildet haben, sind bekannt als «Mattenklee». Von beiden Sortentypen gibt es mittlerweile sowohl diploide als auch tetraploide Sorten.

Viele Neuzüchtungen

Die Bedeutung des Rotklees hat eine rege Züchtungstätigkeit zu Folge, der eine grosse Zahl Neuzüchtungen entspringt. Das nur schlecht überblickbare, sich stetig wandelnde Angebot erschwert jedoch  die Sortenwahl sowohl für den Samenhandel als auch für die landwirtschaftliche Praxis. Deshalb führt Agroscope regelmässig vergleichende Sortenversuche durch und stellt die darin gewonnenen Erkenntnisse der Landwirtschaft zur Verfügung.

Resistenz entscheidend

Die Forschungsanstalt führte zwischen 2011 bis 2013 an sechs Standorten Sortenversuche mit 54 Rotkleesorten, davon dreissig Neuzüchtungen, durch. Dabei wurde den Krankheiten Kleekrebs und Stängelbrenner besonderes Augenmerk geschenkt, da sie einen grossen Einfluss auf Leistung und Ausdauer der einzelnen Sorten haben. Für die Gesamtbeurteilung wurden zudem Dichte, Ebenmässigkeit und Üppigkeit des Bestandes, der Ertrag, die Jugendentwicklung, die Konkurrenzkraft sowie die Resistenz gegen Blattkrankheiten erfasst. Nur die besten Sorten erhalten die Empfehlung von Agroscope und werden in die Liste der empfohlenen Sorten von Futterpflanzen eingetragen.

Umbruch auf der Liste

Die Neuempfehlungen des diploiden Ackerklees sind die Sorten  Bonus  mit hohen Erträgen und guter Konkurrenzkraft,  Regent  mit Top-Beständen,  Harmonie  mit Höchsterträgen sowie  AberClaret, Garant und Dimanche.  Beim tetraploiden Ackerklee konnten sich Magellan, Hammon und Atlantis dank überdurchschnittlichen Erträgen und ebenmässigen Pflanzenbeständen durchsetzen.

Fünf weitere Neuzüchtungen, davon vier des Mattenklees, erzielten die für eine Empfehlung notwendigen Ergebnisse. Da sie zur Zeit noch Tests im Ausland betreffend Unterscheidbarkeit, Homogenität und Stabilität ihrer äusseren Merkmale durchlaufen, können sie noch nicht empfohlen werden.

Sechs bis anhin empfohlene Sorten erreichten die notwendigen Ergebnisse nicht  und werden aus der Liste gestrichen. Die der Sortenprüfung entspringenden Neuerungen betreffen mehr als ein Viertel der Sortenliste und sind somit ein klarer Hinweis auf deutliche Fortschritte in der Rotkleezüchtung.

Der Rotklee

Dank seiner bis zu 1m tiefen Pfahlwurzel kann der rasch auflaufende  Rotklee  Trockenperioden verhältnismässig gut überstehen. Für hohe Erträge bevorzugt  er dennoch eher frische Lagen. Da  Rotklee als Leguminose seinen Stickstoff dank Knöllchenbakterien aus der Luft beziehen kann, kommen rotkleereiche Bestände ganz ohne Stickstoffdünger aus. Hingegen benötigt die Pflanze genügend Phosphor und Kalium.

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