Buchweizen ist durch seine Anspruchslosigkeit im Anbau und insbesondere durch seine Fähigkeit, Beikraut zu unterdrücken, pflanzenbaulich interessant.
Allerdings sind die stark schwankenden Erträge ein Manko, das auch die Wirtschaftlichkeit des Anbaus massgeblich beeinflusst. Das ist das Ergebnis eines vierjährigen Anbauversuchs mit Buchweizen, den der Fachbereich Ökolandbau der Landwirtschaftskammer Niedersachsen durchgeführt hat. Hintergrund des Versuchs war in erster Linie die Verwertung als Futtermittel.
Laut Kammerangaben wurde in den Versuchen die hohe Eiweissfestigkeit des Buchweizens bestätigt. Die Aminosäuren stünden in einem ausgewogenen Verhältnis, ähnlich wie bei der Sojabohne. Der Einsatz von Buchweizen in der Fütterung scheine bezüglich der Inhaltsstoffe möglich. Aus ökonomischer Sicht sei der Buchweizenanbau als Futtermittel aber uninteressant. Als Zweitfruchtanbau, zum Beispiel nach früh räumender Wintergerste, könne die Rechnung aber besser aussehen.
Allerdings steige in diesem Fall aufgrund der vergleichsweise späten Ernte das Ernte- und Ertragsrisiko. Eine interessante Alternative stelle der Buchweizenanbau besonders dann dar, wenn beispielsweise Mais oder Körnerleguminosen aufgrund starker Verkrautung frühzeitig umgebrochen werden müssten. In diesen Fällen passe Buchweizen „ideal“ als Ersatzfrucht.
Die Kammer betonte in dem Zusammenhang, dass Buchweizen für die menschliche Ernährung als funktionales Lebensmittel ausgesprochen wertvoll sei. Entsprechend sei die Nachfrage der verarbeitenden Industrie im Speisesektor nach heimisch erzeugter Rohware angestiegen. Hier könne sich für Ökobetriebe eine interessante Vermarktungsperspektive ergeben, die im Gegensatz zum Futteranbau auch ökonomisch deutlich interessanter sei.