Futterzukauf muss bewilligt sein

Zum Wochenstart teilte das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) mit, dass es den Biobetrieben für das laufende Jahr den Zukauf von bis zu 20 Prozent konventionellen Futtermitteln erlaube. Knospe-Betriebe benötigen eine Ausnahmebewilligung.

Innerhalb dieser Höchstmenge sei auch die Beweidung nicht biologischer Flächen möglich, teilte der BLW mit. In der entsprechenden Weisung zur Bioverordnung an die Zertifizierungsstellen steht: «Bei der jährlichen Kontrolle der Betriebe ist zu überprüfen, dass:

a. jeder Zukauf bzw. jede Zufuhr von nicht biologischem Futter einzeln dokumentiert ist;

b. die Beweidung nicht biologischer Flächen im Auslaufjournal dokumentiert ist; und

c. dass die zulässige Maximalmenge im Jahr 2026 nicht überschritten wurde

Die entsprechende Weisung des Bundesamtes für Landwirtschaft trat am Montag in Kraft. Die Ausnahmeregelung gilt für das gesamte Kalenderjahr 2026. Sie gilt aber lediglich auf Stufe Bioverordnung.

Alle Biobetriebe, die ebenso nach den Richtlinien von Bio Suisse wirtschaften – also die grosse Mehrheit – brauchen weiterhin für den Zukauf von EU-Bio- oder konventionellem Futter eine Ausnahmebewilligung von der Zertifizierungsstelle. Dabei gilt, dass gemessen am Gesamtjahresbedarf maximal 20 Prozent konventionelles Raufutter eingesetzt werden dürfen. Die übrigen Anteile der bewilligten Zukäufe müssen aus biologischer Produktion stammen (z.B. EU-Bio-Qualität).

«Bei Ausschöpfung der maximal 50 Prozent entspricht dies mindestens 30 Prozent des Gesamtjahresbedarfs», schreibt Bio Suisse. Die Ausnahmebewilligung unterstreiche die hohe Glaubwürdigkeit der Knospe und die Kontrollstellen würden die effektiv bewilligten Mengen kennen, so der Verband. «Die Betriebe haben dadurch die Garantie, dass die Berechnung der bewilligten Zukaufmenge stimmt und es bei der Kontrolle im Jahr 2027 keine Schwierigkeiten gibt.»

Für die Ausnahmebewilligungen gilt aktuell ein reduzierter Tarif von 50 Franken. Bei Betrieben, die vor dem Inkrafttreten dieser Regelung noch 100 Franken bezahlt haben, übernimmt Bio Suisse die Preisdifferenz.

Kommentare (2)

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  • Michael | 28.08.2026
    Nicht so konsequent dieses Bio, wenn bei jedem schwierigem Jahr Nicht- Bio Futter zugekauft werden kann.
    • Franz | 28.08.2026
      Werbung machen mit 100% schweizer Futter und natürlich in Bio Qualität. So werden die Konsumenten belogen u betrogen.
      Vor 4 Jahren war es ja das gleiche. Bei der Knospe gibt es für alles eine Ausnahme Bewilligung
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