Gelbes Gras bei Schwefelmangel

Laut dem BBZN Hohenrain LU werden dem Boden bei einem Grasertrag von 125dt Trockensubstanz (TS)/ha 20 bis 35kg Schwefel entzogen. Eine ausreichende Schwefelversorgung ist wichtig für die Ertragsbildung und für die Proteinproduktion im Futterbau. 

Zudem steigert Schwefel die Stickstoffeffizienz. Schwefelmangel wird optisch häufig mit Stickstoffmangel verwechselt. Die Blätter der Pflanzen scheinen hellgrün bis gelblich, da Schwefel an der Bildung von Blattgrün beteiligt ist. Im Extremfall können sich die Blattspitzen hellbraun bis weisslich verfärben und abbrechen.

Leichtere Böden in niederschlagsreichen Regionen sind besonders gefährdet, da Schwefel in pflanzenverfügbarer Form wasserlöslich und somit auswaschbar ist. Die Schwefelversorgung kann über den Boden und über das Futter überprüft werden. Wobei die Analyse des Futters nach Nährwert und Mineralstoffgehalt aufschlussreicher ist.

Zur Beurteilung der Versorgung wird das Verhältnis zwischen Stickstoff- und Schwefelgehalt berücksichtigt. Ist das Verhältnis grösser als 15:1, so kann mit einem Schwefelmangel gerechnet werden. Besteht das Risiko eines Schwefelmangels, wird eine Düngung von 15 bis 25kg Schwefel/ha im Frühjahr empfohlen. 

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