Eine komplementäre Futter- und Ethanolproduktion, ohne Energiezufuhr oder Abfallstoffe. Das verspricht eine Methode, die von Mitsuo Horita vom Nationalen Institut der Agrar- und Umweltforschung in Japan erforscht wurde
Dafür brauche es weder spezielle Infrastrukturen noch aufwändige Verfahren, vielmehr basiere das Prinzip auf traditionellen Methoden zur Silage-Produktion, schreibt Science Daily. So könnte die Ethanolproduktion auf jedem Hof erfolgen und stünde nicht in Konkurrenz mit der Nahrungsmittelproduktion.
In der Studie wurden für ein Feststoffgärungsverfahren Reispflanzen, Hefe und Enzyme mit einem wasserdichten Plastikfilm zu Ballen geformt. Nach sechs Monaten konnten pro Ballen bis zu 12,4 Kilogramm pures Ethanol gewonnen werden. Der restliche Ballen ergab Futter, welches in puncto Qualität und Nährstoffe mit normalem Silofutter vergleichbar sei. Obwohl die Produktion relativ lange dauert, muss keine zusätzliche Energie hinzugefügt werden.
Das Potential sei gross. Bevor die Methode jedoch grossflächig umgesetzt werde, bräuchte es noch weiterführende Studien und vor allem eine Einschätzung des Umweltimpakts, so Mitsuo Horita zu Science Daily.