Jetzt für Winterfutter sorgen

Mit Zwischenfutter kann ein Teil des Futtermangels kompensiert werden. Zentral ist, dass man die passende Mischung wählt. Für zeitige Saaten enthält diese etwa Alexandriner- und Perserklee sowie Westerwoldisches Raigras

Auf vielen Betrieben fehlt wegen der Trockenheit nun Futter für die Kühe. Eine Möglichkeit, das Loch zu stopfen, ist der Anbau von Zwischenfutter. Doch welches Zwischenfutter soll man säen, wenn man diesen Herbst noch möglichst viel ernten will?

Vor der Weizensaat

Eine Möglichkeit ist, für Herbstfutter einjährige Mischungen wie die Standardmischung 106 auf der Basis von Alexandriner- und Perserklee sowie Westerwoldischem Raigras oder Mischungen mit gleichen Komponenten in geänderter Zusammensetzung anzusäen.  Es ist dann sogar möglich, jetzt ein Zwischenfutter zu säen, einen Schnitt zu nutzen und dann noch Weizen zu säen, denn Herbstzwischenfutter benötigt rund 60 Tage für einen guten Ertrag. Die Weizensaat erfolgt dann ab dem 15. Oktober.

Wichtig ist, die Saat von Zwischenfutter so früh wie möglich, aber erst vor einer Regenperiode durchzuführen. Vor der Saat muss die Bodenbearbeitung so flach wie möglich, jedoch so tief wie nötig erfolgen. Allenfalls ist es auch nötig, Fahrspuren auszuebnen, damit das Zwischenfutter gut und sauber geerntet werden kann. Drillsaat ist bei trockenen Bedingungen vorzuziehen, da die Saat besser aufläuft. Die Rückverfestigung nach der Saat das A und O, Walzen ist ein absolutes Muss für eine gute Kapillarität.

Siliermittel einsetzen

Wenn das Zwischenfutter erst nach der Silomaisernte im September gesät werden kann, sollte man keine 106er-Mischungen mehr säen: Dann ist es zu spät für Alexandriner- und Perserklee. Möglich ist ein Wintergrün auf der Basis von Raigras mit Inkarnatklee. Von diesen Mischungen kann auch im Frühjahr noch ein Schnitt genutzt werden.

Laut UFA-Samen haben sich in der Trockenheit grosskörnige Mischungen wie Wick-HaferErbsen-Gemenge, Mischungen mit Sandhafer, Alexandrinerklee und Wicken oder auch Grünschnitthafer bewährt. Die Mischungen können geweidet oder auch siliert werden. Wichtig ist, dass sie angewelkt werden und dass ein Siliermittel eingesetzt wird. Der Futterwert darf aber nicht überschätzt werden. Wer ein qualitativ hochwertigeres Futter vorzieht, wählt besser eine Mischung mit Luzerne, die in der Trockenheit gut aufläuft und anschliessend tief wurzelt.

Westerwoldisches Raigras

Westerwoldisches Raigras ist eine sehr schnell wachsende einjährige, bei Aussaat im Herbst auch überjährige Art mit sehr hoher Produktivität im Aussaatjahr. Diese Sorten werden häufig genutzt, um im Spätsommer oder Herbst nach der Ernte eine schnelle Bodenbedeckung und einen zusätzlichen Futterschnitt im Spätherbst zu produzieren. Der Ertrag ist 10 bis 30 Prozent höher als bei Englischen Raigräsern. Die Schnittnutzung steht im Vordergrund. sum

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