Mit Straussgras und Spitzwegerich gegen Trockenstres

Die Entwicklung trockenheitsresistenter Futterbau-Mischungen für die Bergregionen schreitet in fünf Kantonen voran. Die Ergebnisse aus den Jahren 2024 und 2025 zeigen, dass zwei Arten eine besonders entscheidende Rolle dabei spielen, den Ertrag auch in Trockenperioden aufrechtzuerhalten.

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Das Projekt DryMount (2023–2027) verfolgt das Ziel, Futterbau-Mischungen zu entwickeln, die den zunehmend heissen und trockenen Sommern in den Bergregionen (1'000–1'200 m) standhalten und zugleich auch in günstigen Jahren stabile Erträge liefern. Die Mischungen werden von 2023 bis 2026 in den fünf Partnerkantonen der Versuchsstation Alp- und Berglandwirtschaft getestet: Bern, Graubünden, Tessin, Uri und Wallis.

Simulierte Trockenheit im Kanton Bern

In den Jahren 2024 und 2025 wurde im Kanton Bern im zweiten Wachstumszyklus ein vollständiger Niederschlagsausfall im Anbautunnel simuliert. Zu den Ergebnissen heisst es auf der Website von Agroscope: Der Futterertrag ging unter simulierten Trockenheitsbedingungen zwar stark zurück. Trockenheitsresistente Arten reduzierten die Verluste jedoch deutlich – auf rund 30 Prozent gegenüber rund 40 Prozent bei Mischungen ohne trockenheitsresistente Arten.

Zwei Schlüsselarten

Die Auswirkungen der Trockenheit waren laut der Forschungergebnissen auch im dritten Wachstumszyklus noch sichtbar, wobei die Erträge der Mischungen mit trockenheitsresistenten Arten weiterhin höher lagen.

Zwei Arten spielen eine besonders wichtige Rolle:

  • Spitzwegerich (Plantago lanceolata): Schlüsselart im Jahr 2024, die den Ertrag unter trockenen Bedingungen deutlich verbesserte.
  • Gemeines Straussgras (Agrostis capillaris): dominierende Art im Jahr 2025, die massgeblich zur Trockenheitsresistenz beitrug.

Resultate in den anderen Kantonen

Wie es vonseiten Agroscope heisst, bestätigt das relativ trockene Jahr 2025 an den Versuchsstandorten in den Kantonen Graubünden, Tessin, Uri und Wallis den Trend: Mischungen mit trockenheitsresistenten Arten erzielen insgesamt höhere Erträge.

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Die Versuche sind Teil des Projekts DryMount (2023–2027) der Versuchsstation Alp- und Berglandwirtschaft . Die Versuchsstation wird von Agroscope gemeinsam mit den Kantonen Bern, Graubünden, Tessin, Uri und Wallis sowie Agridea getragen. Forschungspartner ist die Berner Fachhochschule – Hochschule für Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften (Hafl). Ziel ist es, praxisnahe Lösungen für die Landwirtschaft im Berggebiet zu entwickeln, unter anderem trockenheitsresistente Futterbaumischungen.

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