Das Unkraut macht den Bauern das Leben schwer. Biolandwirte müssen auf den Einsatz auf Pflanzenschutzmitteln verzichten. Zwei Biobauern aus Liechtenstein setzen Heissdampf zur Unkrautbekämpfung ein.
Biobauern können das Unkraut mechanisch, von Hand oder künftig auch mit dem Roboter entfernen. Es gibt noch eine weitere Variante. In den liechtensteinischen Gemeinden Schaan und Mauren wird das Unkraut auf Vorplätzen mit Heissdampf bekämpft.
Proteinschock
Davon haben sich nun auch zwei Biobauern inspirieren lassen. Landwirt Kasimir Boss und sein Kollege haben einige Möglichkeiten ausgetestet. Vergangenen Montag haben sie nun ihr Projekt in Mauren vorgestellt, wie der „Liechtensteiner Vaterland“ berichtet. Auf der Frontladerschaufel haben sie einen 1000 Liter grossen Tank montiert. Dahinter ist ein Gehäuse befestigt, welches das Wasser auf 150 bis 200 Grad erhitzt. Über einen Schlauch gelangt der Dampf zur Düse.
Der Dampf wird nun in den Boden geleitet, um das Unkraut zu bekämpfen. Die Pflanze erhält durch die Hitze einen Proteinschock, verfärbt sich dunkelgrün und erschlafft. „Davor sowie während und nach dem Prozess darf es nicht regnen. Sonst würde sich das Unkraut gleich erholen und wieder aufblühen“, erklärt Boss der Zeitung.
Auch gegen Erdmandelgras
Diese Methode benötige Zeit und Geduld, sei aber effizient. „Unsere Methode wirkt auch gegen das Erdmandelgras“, hebt Boss hervor. Dank dem Heissdampf gelange kein Pestizid ins Wasser, zudem sei diese Bekämpfungsstrategie bodenschonend.
Es sei wichtig, nach der Behandlung zu säen, damit das Unkraut Konkurrenz erhalte und nicht wieder wachsen könne, so Boss. So gedeihe eine prächtige Wiese, die eine höhere Agrarleistung generieren kann.