Futtermittel für Nutz- und Heimtiere haben im letzten Jahr in der Schweiz weniger Anlass für Kritik geboten als auch schon. Bei den Kontrollen durch die eidgenössische Forschungsanstalt Agroscope mussten noch 43,2 Prozent der Proben beanstandet werden (- 6,5%).
Bei mehr als der Hälfte davon handelt es sich laut einer Agroscope-Mitteilung vom Montag um leichte Fälle, in denen etwa die Etikettierung unvollständig war oder die Inhalte geringfügig von der Deklaration abwichen.
Nur in 21 Prozent aller Fälle (-1 Prozent gegenüber dem Vorjahr) galten die Futtermittel als nicht-konform, etwa wegen inakzeptabler Deklarationsfehler. Hauptsächlich wurde beanstandet, dass die Nährstoffgehalte über den amtlichen Toleranzgrenzen lagen.
Untersucht wurden letztes Jahr insgesamt 1209 Proben von Nutztier- sowie 202 Proben von Heimtierfuttermittel. In 320 Produktions- oder Handelsbetrieben wurden zudem Inspektionen durchgeführt. 87 Futtermittel aus dem Import wurden direkt an der Grenze kontrolliert.
Trendwende
Nach mehreren Jahren mit steigendem Anteil an nicht-konformen Proben, stellen die neusten Resultate laut Agroscope eine Trendwende dar. Die Sicherheit der Futtermittel in der Schweiz sei damit gewährleistet.
Entwarnung gibt Agroscope insbesondere in Bezug auf unerlaubte oder unerwünschte Stoffe wie Dioxine, PCB, Pestizide, Schwermetalle und Salmonellen. Mit Ausnahme von zwei Fällen seien sämtliche Analysen negativ ausgefallen, hiess es. Bei den beanstandeten Fällen wurden Arzneimittel gegen Kokzidiose gefunden, eine Darmkrankheit von Tieren.
Aflatoxine
Vermehrt identifiziert wurden Aflatoxine. Insbesondere in Maiskleber aus China seien letzten Sommer solche Schimmelpilze nachgewiesen worden. Dies habe zum sofortigen Rückruf und zur Vernichtung der Ware geführt.
Untersucht wurden von Agroscope auch 196 Mischfutter und 102 Ausgangsprodukte auf gentechnisch veränderte Organismen. Vier Ausgangsprodukte wurden dabei als nicht konform eingestuft. Sie enthielten mehr als 0,9 Prozent GVO und waren nicht entsprechend deklariert.