Bayer kritisert Glyphosat-Vorstoss

Der deutsche Agrarchemie-Konzern Bayer kritisiert den Vorstoss von Bundesumweltministerin Svenja Schulze zur Einschränkung der Nutzung des Unkrautvernichtungsmittels Glyphosat.

Der deutsche Agrarchemie-Konzern Bayer kritisiert den Vorstoss von Bundesumweltministerin Svenja Schulze zur Einschränkung der Nutzung des Unkrautvernichtungsmittels Glyphosat.

«Leider ist die Debatte um Glyphosat in Deutschland von politischen Interessen statt von fundierten wissenschaftlichen Erkenntnissen geprägt», erklärte der Geschäftsführer der Konzern-Tochter Bayer CropScience Deutschland, Helmut Schramm, zu der Ankündigung der SPD-Ministerin.

Glyphosat sei ein sicheres Mittel, um Ernten zu sichern. «Wer für mehr Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft ist, müsste sich für Glyphosat einsetzen anstatt den Ausstieg zu fordern.» Zudem würde ein Verlust von Glyphosat zu Wettbewerbsnachteilen deutscher Landwirte führen.

Schulze hat den schrittweisen Ausstieg aus dem weltweit genutzten Herbizid abgekündigt. Kritiker sehen in dem Pflanzengift eine der wesentlichen Ursachen für den Rückgang der Artenvielfalt. Zudem steht der Wirkstoff im Verdacht, Krebs auslösen zu können. Die Befürworter des Mittels argumentieren, damit liessen sich erhebliche Ertragssteigerungen erzielen. Zudem könne durch den richtigen Einsatz von Glyphosat auch der Boden geschont werden, weil weniger gepflügt werden müsse.

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