Vor allem im Südwesten Deutschlands zeichnen sich durch die starke Zunahme des Befalls von Obstkulturen mit der Kirschessigfliege hohe Umsatzeinbussen bei der diesjährigen Kirsch- und Pflaumenernte ab.
Darauf hat die Bundesvereinigung der Erzeugerorganisationen Obst und Gemüse (BVEO) am vergangenen Donnerstag bei einem kurzfristig einberufenen Sondergespräch im Agrarministerium in Berlin hingewiesen, an dem über 30 Vertreter von Verbänden der Obst- und Weinbranche, von Fachbehörden der Länder, des Julius-Kühn- Instituts (JKI), vom Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) sowie vom Berliner Agrarressort teilnahmen.
Wenn die feuchte Witterung anhalte, sei eine weiterhin massive Entwicklung der Kirschessigfliege zu befürchten, erklärte die BVEO. Vor diesem Hintergrund forderten die Bundesvereinigung und die Behörden neben dem Einsatz von Pflanzenschutzmitteln über die Notfallzulassung langfristig auch weitere regulär zugelassene Pflanzenschutzmittel zur Bekämpfung der Kirschessigfliege. Zur Verfügbarkeit von Pflanzenschutzmitteln sei mittlerweile eine Grundsatzdiskussion erforderlich, so die BVEO.