Die deutschen Behörden haben die vom EHEC- Erreger verursachte Krankheitswelle mit 50 Toten endgültig für beendet erklärt. Seit dem 4. Juli sei kein neuer Erkrankungsfall bekanntgeworden, teilte das Robert-Koch-Institut (RKI) am Dienstag in Berlin mit.
«Damit ist der grösste EHEC-Ausbruch in Deutschland beendet», erklärte RKI-Präsident Reinhard Burger. Die intensivierte Überwachung des Erregers 0104:H4 werde aber fortgesetzt. Dem RKI seien 4321 Fälle gemeldet worden, davon 3469 EHEC-Fälle und 852 Erkrankungen der Komplikation HUS.
Insgesamt seien 50 Patienten gestorben. Ausserhalb Deutschlands seien 125 EHEC- und HUS-Erkrankungen und ein Todesfall bekanntgeworden. Zum Schutz vor der Durchfallerkrankung hatten die Behörden im Juni vor dem Verzehr von ungekochten Sprossen und Keimlingen aus Saatgut gewarnt.
Diese Vorsichtsmassnahme gilt bereits seit letzter Woche nur noch für Bockshornkleesamen. Importware dieser Samen aus Ägypten gilt als wahrscheinliche Ursache der Epidemie. Die EU-Kommission hatte vor gut zwei Wochen den Rückruf aller von 2009 bis 2011 aus dem Land importierten Chargen angeordnet. Bis Ende Oktober gilt zudem ein Importverbot für diese Samen, auch in der Schweiz.